Ministerin Nina Warken schätzt das Risiko einer Ebola-Epidemie, die auf Deutschland übergreift, als minimal ein. Dennoch wird der Ausbruch in Zentralafrika von der WHO genau beobachtet und als internationale Gesundheitsnotlage eingestuft – auch, um Behörden reaktionsfähiger zu machen und die Koordination im Gesundheitswesen zu verbessern. Bedenklich bleibt, dass der aktuelle Ebola-Stamm bislang der medizinischen Behandlung trotzt und die Impfstofflage dürftig aussieht. Die parallel stattfindenden Beratungen in Genf stellen die Frage, wie die weltweite Impfstoffforschung und Koordination künftig reaktionsschneller und praxisnäher organisiert werden kann. Recherchiert man aktuell weiter, zeigt sich, dass die deutsche Politik weiterhin auf Beobachtung setzt, während auf WHO-Ebene bereits Maßnahmen zur Verbesserung globaler Pandemieresilienz diskutiert werden. In Uganda werden Quarantänemaßnahmen verschärft, während im Kongo internationale Teams mobilisiert werden. Die Kommunikation mit der Bevölkerung, insbesondere in ländlichen Gebieten, bleibt eine der größten Herausforderungen. Es gibt keine Hinweise auf eine gesteigerte Reisetätigkeit nach Deutschland oder Europa aus den betroffenen Gebieten, die Anlass zur Sorge geben würden.