Kinderfreundlichkeit auf dem Prüfstand: ARD startet Mitmachaktion #unsereKinder mit Felix Neureuther und Checker Tobi
München – Was fehlt Kindern und Familien, damit ihr Alltag in Deutschland sicherer, gerechter und lebensfroher gestaltet werden kann? Wo gibt es Orte, die zum Spielen, Lernen und Entdecken einladen? Mit der Aktion #unsereKinder lädt die ARD verschiedene Gruppen von Familien bis Kommunen dazu ein, ihre Perspektiven und Ideen auf ard.de/unserekinder zu teilen, um gemeinsam kindgerechte Räume zu schaffen.
heute 13:04 Uhr | 1 mal gelesen
Felix Neureuther ist die Sache offenbar eine echte Herzensangelegenheit: „Kinder brauchen beste Bedingungen, um gesund und sorgenfrei aufzuwachsen – von guten Kitas, über Schulen bis hin zu Freizeit- und Sportmöglichkeiten. Als Papa beschäftigt mich besonders, dass alle Kids vergleichbare Chancen auf ein gutes Leben haben. Es ist Zeit, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.“
Wie brisant das Thema ist, macht eine frische UNICEF-Studie über das Kinderwohl deutlich: Im Vergleich von 37 Staaten landet Deutschland nur auf Platz 25. Deutliche soziale Unterschiede gibt es etwa beim Zugang zu guter Bildung, Gesundheit oder gesellschaftlicher Teilhabe. Vor allem Kinder aus ärmeren Haushalten tun sich schwerer, vom Start weg mit dabei zu sein.
Auch Tobi Krell – besser bekannt als Checker Tobi – engagiert sich für #unsereKinder. Er begleitet die Aktion unter anderem mit seiner Doku-Serie „Schule ohne Smartphones“, einem Kinder-Check und weiteren kreativen Ideen.
Im November 2026 zieht dann die große Abschluss-Doku „#unsereKinder – wie familienfreundlich ist Deutschland?“ mit Felix Neureuther im Ersten und in der Mediathek Zwischenbilanz.
Mehr als 20 Organisationen stellen sich hinter die Mitmachaktion – vom DFB über die Jugendherbergen, bis zu Caritas, Diakonie, Deutscher Städtetag, Deutsches Kinderhilfswerk und Kinderschutzbund. Koordiniert wird das Ganze vom SWR.
Die ARD-Initiative #unsereKinder will Stimmen aus allen gesellschaftlichen Bereichen sammeln, um gemeinsam kinderfreundliche Lebensbedingungen zu schaffen und mehr Fokus auf gerechtere Chancen und Teilhabe für Kinder zu legen. Der Hintergrund: Deutschlands Kinder schneiden laut UNICEF im internationalen Vergleich beim Wohlbefinden mittelmäßig ab – vor allem spalten Armut und soziale Herkunft die Chancen der Kinder nach wie vor. Die prominent begleiteten Mitmach-Aktionen, Dokus und Analysen verfolgen das Ziel, konkrete Vorschläge direkt aus dem Alltag an Politik, Gesellschaft und Entscheider*innen weiterzutragen.
Aktuelle Ergänzungen aus weiteren Quellen: Laut einem Beitrag bei der taz gibt es weiterhin große Kritik an der bundesweiten Bildungs- und Sozialpolitik, weil die Kluft zwischen Stadt und Land sowie Arm und Reich weiter wächst (Quelle: [taz.de](https://taz.de)). Die Süddeutsche berichtet, dass speziell nach der Corona-Pandemie viele Kinder soziale und psychische Belastungen tragen, denen Institutionen wie Schulen und Jugendämter oft nicht ausreichend begegnen können (Quelle: [sueddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de)). Die ZEIT thematisiert, dass zunehmende Kinderarmut nicht nur das aktuelle Wohlbefinden, sondern auch die Zukunftschancen massiv beeinträchtigt; gefordert werden deshalb mehr politisches Gewicht für Kinderinteressen und bessere finanzielle Unterstützung (Quelle: [zeit.de](https://www.zeit.de)).