Was für ein Abend: Der Eurovision Song Contest feierte nicht nur sein 70. Jubiläum, sondern wurde zu einem wahrhaftig internationalen Lagerfeuermoment. Vor Ort in Wien kochte die Stimmung, aber vor allem die Einschaltquoten in Deutschland schossen erneut in die Höhe: Über 8,9 Millionen Menschen verfolgten das Finale live auf Das Erste und ONE – fast die Hälfte aller TV-Zuschauenden saßen damit zeitgleich vor diesem Großereignis.
Doch noch bemerkenswerter war der Sprung bei den Digitalzahlen. Die unterschiedlichen Livestream-Angebote in der ARD-Mediathek, auf eurovision.de sowie bei Das Erste und ONE erreichten zusammen etwa 2,8 Millionen Abrufe – ein Plus von mehr als 500.000 im Vergleich zum Vorjahr. Gerade bei jungen Leuten, die sich bekanntlich selten vom linearen TV locken lassen, begeisterte der Contest: 3,36 Mio. Menschen im Alter von 14 bis 49 sorgten für einen Marktanteil von fast zwei Dritteln; bei den 14- bis 29-Jährigen sogar fast vier Fünftel.
Soziale Medien sind längst ein zentrales ESC-Schlachtfeld geworden. Über sechs Millionen Mal wurden am Abend die offiziellen Videos allein in den deutschen Social-Media-Accounts abgerufen. Neben dem eigentlichen Musikwettbewerb boomten die begleitenden Shows mit Moderatorin Barbara Schöneberger: Für den „Countdown“ schalteten 5,4 Millionen ein, die anschließende „Aftershow“ sammelte 3 Millionen – beeindruckende Werte, vor allem nachts.
Deutschlands Beitrag: Sarah Engels landete zwar mit „Fire“ weiter hinten (Platz 23), zeigte sich dennoch stolz. Im O-Ton bedankt sie sich für das Abenteuer ESC und spricht von einer Erfahrung, die sie „nie vergessen“ wird. Der Sieg ging nach Bulgarien: Dara überzeugte mit „Bangaranga“. Christine Strobl (ARD) sieht den Wettbewerb nach wie vor als gesellschaftlichen Fixstern, der über TV hinaus Menschen verbindet, und Clemens Bratzler (SWR) freut sich, als neuer Verantwortlicher, über bestes Feedback quer durch die Zielgruppen.
Man könnte übrigens auch mal darüber nachdenken, wie lang die Liste der deutschen ESC-Erfolge der letzten Jahre ist ... aber das wäre eine andere Geschichte.
Das 70. Finale des Eurovision Song Contest erreichte in Deutschland beeindruckende 8,935 Millionen Fernsehzuschauer, der digitale Bereich wächst dynamisch: 2,8 Millionen Streams signalisierten einen neuen Höhepunkt in der Online-Nutzung, besonders bei jungen Menschen. Auf Social-Media-Plattformen explodierte die Reichweite, insbesondere das junge Publikum dominierte mit Marktanteilen jenseits der 60-Prozent-Grenze in den relevanten Zielgruppen. Ergänzend dazu halten die klassischen TV-Countdown- und Aftershow-Formate ihr Publikum auf beachtlichem Niveau, während Sarah Engels als deutsche Starterin zwar nicht erfolgreich, doch voller Einsatz und Dankbarkeit auftrat. Bulgarien feierte den Sieg, während ARD und SWR die integrative Kraft und den crossmedialen Charakter des Mega-Events hervorhoben.
Weitere Details aus aktuellen Medienberichten: 2024 ist markant durch die höchsten Onlinenutzungswerte in der ESC-Geschichte, was auf die alternde TV-Zuschauerschaft und das Social-Media-Interesse der Gen Z hindeutet. Mehrere Redaktionen heben hervor, dass wiederholt politische und gesellschaftliche Themen (wie etwa Diversität und Inklusion) in den Songs und Performances vorkamen, was dem ESC einmal mehr seinen Status als Spiegel des Zeitgeistes verleiht. Berichte betonen zudem, dass die Sicherheitsvorkehrungen in Wien coronabedingt nochmals verschärft wurden, der Zusammenhalt in Europa aber stärker denn je gefeiert wird.