Hauptpunkt bleibt, dass trotz persönlicher Dissonanzen zwischen Merz und Trump Deutschland als verlässlicher Sicherheitspartner der USA wahrgenommen wird. Unterm Strich: Geopolitische Geschäfte wie der Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern sind oft pragmatischer, als es außenpolitische Schlagabtäusche vermuten lassen. Übrigens: Die Debatte um Rüstungslieferungen und westliche Wehrhaftigkeit bewegt gerade viele westliche Demokratien, vor allem mit Blick auf die anstehenden Verteidigungsabkommen innerhalb der NATO und der EU. Zusätzlich ist zu beobachten, dass Washington in letzter Zeit fast schon misstrauisch genau auf die Bereitschaft europäischer Staaten blickt, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen – eine Forderung, die wohl unabhängig von Trumps Stimmungen an die Adresse Berlins geht. Nicht vergessen sollte man: Die Logistik und Verfügbarkeit westlicher Waffensysteme bleibt turbulent, da viele Produktionslinien (z.B. für Marschflugkörper) schlichtweg ausgelastet oder sogar überfordert sind. Das rückt die Frage nach europäischer Eigenproduktion wieder stärker in den Fokus. Laut aktuellen Artikeln in der SZ und Zeit stehen auch Diskussionen über deutsch-amerikanische Kooperationen bezüglich Rüstungsproduktion und Technologietransfer ganz oben auf der politischen Agenda.
17.05.26 14:51 Uhr