Novo Nordisk schmiedet neue Allianzen mit US-Arbeitgebern für Abnehmspritzen

Mitten im Ringen um den Milliardenmarkt für Abnehmmedikamente in den USA setzt Novo Nordisk auf direkte Deals mit Firmen. Ihr Ziel? Betriebsvereinbarungen, die Beschäftigten solche Therapien schmackhaft – und finanzierbar machen.

heute 19:02 Uhr | 1 mal gelesen

Da tut sich gerade etwas Interessantes auf dem Pharmamarkt der USA: Während große öffentliche Krankenversicherungen bislang oft zögerlich sind, greift Novo Nordisk nun zur Strategie Firmentür statt Hintertür. Der Finanzchef Karsten Munk Knudsen hat gegenüber dem 'Handelsblatt' verraten, dass man sich schon auf konkrete Absprachen mit diversen Arbeitgebern zubewegt. Einige Deals sind wohl schon recht weit gediehen, andere laufen noch unter 'in Planung'. Durch diese individuellen Vereinbarungen wollen die Firmen ihren Mitarbeitern den Zugang zu Adipositas-Mitteln wie Wegovy erleichtern – als Teil betrieblicher Zusatzleistungen. Damit könnten Arbeitnehmer die teuren Behandlungen zumindest teilweise von ihrem Arbeitgeber bezahlt bekommen, was angesichts hoher Preise von Medis wie Wegovy oder Ozempic nicht unerheblich ist. Aber, mal ehrlich – wie viele Unternehmen werden sich das auf Dauer leisten können, wenn die Nachfrage tatsächlich so explodiert? Spannend bleibt auch, wie private Krankenversicherungen und der US-Gesetzgeber darauf reagieren. Bis dahin gilt für die Betroffenen: Hoffen, dass der Chef bald unterschreibt.

Novo Nordisk, ein weltweit führendes Pharmaunternehmen aus Dänemark, bemüht sich um innovative Kooperationsmodelle auf dem rasant wachsenden US-Markt für Abnehmmedikamente. Nach Aussagen des Finanzchefs Karsten Munk Knudsen arbeitet der Konzern bereits an konkreten Verträgen mit Unternehmen unterschiedlicher Branchen, um firmenspezifische Zuschüsse oder Erstattungen bei der teuren Adipositas-Therapie anzubieten. Hintergrund ist die bislang mangelnde Kostenübernahme durch öffentliche Versicherer – und der enorme Hype um Medikamente wie Wegovy und Ozempic. Aktuelle Berichte zeigen: Der Konkurrenzdruck wächst, die Nachfrage übersteigt teils das Angebot und Novo Nordisk sucht gezielt Wege, das Medikament durch Arbeitgeber zum festen Bestandteil von Corporate Benefits zu machen. Interessant ist auch: Pfizer hat sich zuletzt aus diesem Feld zurückgezogen, während Eli Lilly in den USA verstärkt nachzieht. Die Debatte um Preisgestaltung, soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Finanzierbarkeit nimmt Fahrt auf. Viele Experten fordern strengere Patientenaufklärung, um optimistische Erwartungen zu dämpfen und Nebeneffekte nicht auszublenden.

Schlagwort aus diesem Artikel