Novo Nordisk, ein weltweit führendes Pharmaunternehmen aus Dänemark, bemüht sich um innovative Kooperationsmodelle auf dem rasant wachsenden US-Markt für Abnehmmedikamente. Nach Aussagen des Finanzchefs Karsten Munk Knudsen arbeitet der Konzern bereits an konkreten Verträgen mit Unternehmen unterschiedlicher Branchen, um firmenspezifische Zuschüsse oder Erstattungen bei der teuren Adipositas-Therapie anzubieten. Hintergrund ist die bislang mangelnde Kostenübernahme durch öffentliche Versicherer – und der enorme Hype um Medikamente wie Wegovy und Ozempic. Aktuelle Berichte zeigen: Der Konkurrenzdruck wächst, die Nachfrage übersteigt teils das Angebot und Novo Nordisk sucht gezielt Wege, das Medikament durch Arbeitgeber zum festen Bestandteil von Corporate Benefits zu machen. Interessant ist auch: Pfizer hat sich zuletzt aus diesem Feld zurückgezogen, während Eli Lilly in den USA verstärkt nachzieht. Die Debatte um Preisgestaltung, soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Finanzierbarkeit nimmt Fahrt auf. Viele Experten fordern strengere Patientenaufklärung, um optimistische Erwartungen zu dämpfen und Nebeneffekte nicht auszublenden.