Viel Ballbesitz, wenig Risiko: Gleich zu Beginn war erkennbar, dass Bayern München die Partie kontrollieren wollte. Leverkusen wirkte wie im Standby-Modus – als würde irgendetwas fehlen. Dann aber schnappte Harry Kane in einem dieser klassischen Momente zu: In der 22. Minute nagelte er den Ball unter die Latte, keine Chance für Flekken. Dass die Gastgeber sich erstmal kaum Chancen herausspielten, fiel auf; irgendwie schien der Druck der Bayern sie zu lähmen. Musiala, ohnehin immer für einen Zaubertrick gut, ließ zwei, drei Mal den Puls steigen, aber Flekken verdrückte sämtliche Hoffnungen. Nach dem Seitenwechsel schien Leverkusen plötzlich wie ausgewechselt: mehr Mut, mehr Tempo, Tella und Schick sorgten für ein paar Sekunden Stille unter den Münchner Fans. Doch die Bayern-Abwehr hielt, wenn auch unter gelegentlichem Zittern. Es dauerte bis in die Nachspielzeit, ehe Díaz dem roten Anhang endlich ein kollektives Aufatmen spendierte. So bleibt: Bayern im Finale – nicht spektakulär, aber gnadenlos effizient. Nebenbei: Das letzte Mal, dass Leverkusen noch einen Funken Hoffnung hatte, das muss so um die 87. Minute gewesen sein. Danach war klar: Heute nicht.
Der FC Bayern feierte durch eine stabile defensive Vorstellung und effiziente Chancenverwertung seinen Finaleinzug – erstmals seit drei Jahren wieder. Während Leverkusen insbesondere nach der Pause Druck ausübte, zeigte sich die Erfahrung der Münchner, die auch in brenzligen Situationen die Ruhe bewahrten. Kane, mit seinem 22. Pokaltor, und Díaz in der Nachspielzeit waren die Matchwinner. Übrigens: Aktuelle Medienberichte widmen sich den Reaktionen beider Trainer – besonders Xabi Alonso zeigte sich enttäuscht, lobte aber die Moral seines Teams. Gleichzeitig wird spekuliert, ob dieser K.o. Leverkusens Mut für die Bundesliga-Meisterschaft schmälert oder eher anspornt. Hinzu kommt: Laut neuesten Stimmen aus der Fan-Szene ist gerade in der heißen Pokalphase die Last-Minute-Effizienz der Bayern gefürchtet – ein Faktor, der immer wieder, fast schon wie ein Naturgesetz, zum Tragen kommt.