Innenminister Reul fordert härteren Kurs gegen Krawallmacher in Fußballstadien

Herbert Reul, Innenminister von NRW, wirft den Profi-Fußballvereinen im Land mangelnde Konsequenz im Umgang mit gewalttätigen Stadionbesuchern vor – und denkt öffentlich über strengere gesetzliche Auflagen nach.

13.06.26 12:06 Uhr | 17 mal gelesen

Eigentlich, so meint Herbert Reul mit einer Mischung aus Unverständnis und Ärger, müsse über das Thema Sicherheit in Stadien doch längst entschieden worden sein. Was gibt es da noch groß zu debattieren? Natürlich, die Polizei ist für die Sicherheit zuständig – wer sollte es sonst tun? Aber gleichzeitig, das schwingt in seiner Kritik ziemlich deutlich mit, sieht er keine Notwendigkeit, dass die Vereine selbst die Polizei bezahlen – dieser Idee erteilt er gleich mal eine klare Absage. Allerdings: Irgendwo, sagt Reul, müsste man bei den Clubs schon ansetzen. Es sei doch absurd – und so sieht es wohl jeder, der je in ein vollüberwachtes Stadion ging –, dass dort zwar Technik aus dem 21. Jahrhundert installiert ist, aber die wirklich auffälligen Störenfriede selten prompt überführt und zur Rechenschaft gezogen werden. 'Die Vereine sind da viel zu zurückhaltend, aus Angst vor ihrer eigenen Ultra-Szene', so Reul, ein Vorwurf, der im Raum hängen bleibt. Seine Geduld scheint am Ende, denn wenn sich da nichts bewegt, will der Minister auch Strafandrohungen gegenüber zögerlichen Clubs nicht länger ausschließen. Vielleicht braucht es einfach ein neues Gesetz, einen zähen Hebel für mehr Konsequenz.

Herbert Reul geht erneut mit den Fußballvereinen auf Konfrontationskurs, weil ihm die Zurückhaltung im Umgang mit gewaltbereiten Fans auf die Nerven geht. Besonders kritisiert er, wie selten trotz moderner Überwachungstechnik konsequent gegen Stadion-Täter durchgegriffen wird; zu oft blieben Verfahren gegen sie schleppend oder wirkungslos. Inzwischen denkt Reul, angesichts von immer neuen Gewaltausbrüchen sowie vermehrten Platzstürmen in Bundesliga und unteren Ligen, offen darüber nach, Vereine über gesetzliche Strafen stärker in die Pflicht zu nehmen – ein Schritt, der viel diskutiert wird und auf eine politische Debatte um Verantwortung, Fankultur und Sicherheit im deutschen Fußball hinauslaufen dürfte. Im Juni 2024 sorgt zunehmende Fan-Gewalt und ein besonders eskalierter Vorfall bei einem Zweitligaspiel für neue Schlagzeilen: Medienberichte belegen, dass trotz moderner Kameras Täter selten rasch dingfest gemacht werden. Die DFL steht unter Druck, einheitliche, strengere Regularien zu entwickeln. Prominente Stimmen fordern klarere Regeln zum Stadionverbot und eine bessere Zusammenarbeit mit Justiz und Polizei, um Extremfällen schneller zu begegnen. Die Polizeigewerkschaft macht ihren Unmut ebenfalls öffentlich und fordert, dass Vereine proaktiver selbst gegen gewalttätige Anhänger vorgehen. Trotz der Diskussionen ist die Finanzierung von Polizeieinsätzen weiter ein Knackpunkt.

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