Manuela Schwesig mit großer Mehrheit zur SPD-Spitzenkandidatin in Mecklenburg-Vorpommern bestimmt

Mit fast einstimmiger Zustimmung der Delegierten wird Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erneut Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahl im Nordosten.

heute 13:46 Uhr | 4 mal gelesen

Der SPD-Landesparteitag in Wismar machte kurzen Prozess: Von 91 Delegierten gaben 90 ihre Stimme für Ministerpräsidentin Schwesig ab – ein Wahlergebnis, das fast ans Maximalziel grenzt. Lediglich eine Gegenstimme fiel auf, was einer Zustimmung von 98,9 Prozent entspricht. Damit schnitt Schwesig sogar besser ab als bei ihrer letzten Nominierung vor fünf Jahren – damals waren es 96,4 Prozent. Die Parteispitze liest daraus eine klare Botschaft: Geschlossenheit, was gerade mit Blick auf die kommende Landtagswahl als kräftige Ansage an Partei und Öffentlichkeit gedacht ist. Auffällig: Selbst Erwin Sellering, bis vor einigen Jahren selbst Ministerpräsident und ansonsten nicht immer im gleichen Takt wie Schwesig unterwegs, demonstrierte Einigkeit und zeigte sich solidarisch. In ihrer Ansprache forderte Schwesig, den aktuellen politischen Kurs beizubehalten, um weiterhin für Stabilität in Mecklenburg-Vorpommern zu sorgen. Nicht verschweigen kann man freilich, dass die SPD in Umfragen klar hinter der AfD liegt – mit 23 bis 27 Prozent gegenüber den 34 bis 37 Prozent der Rechtspopulisten. Das wird noch ein weiter, ungewisser Weg im anstehenden Wahlkampf.

Manuela Schwesig holt sich mit überwältigendem Rückhalt der Delegierten das Ticket zur erneuten Spitzenkandidatur für die SPD in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Abstimmungsergebnis liegt dieses Mal sogar noch höher als 2019, was als selten klares Signal innerparteilicher Einigkeit gesehen wird. Den Rückhalt ihres Vorgängers Erwin Sellering darf sie ebenfalls verbuchen – ein Faktor, der vor der Landtagswahl nicht unbedeutend ist, denn die SPD muss ihren Rückstand auf die AfD aufholen. Neuere Meldungen beschäftigen sich verstärkt mit der schwierigen Stimmung im Bundesland: Laut DW könne Schwesigs große Zustimmung auch als Signal gegen politischen Frust und gesellschaftliche Spaltung verstanden werden; gleichzeitig bleiben Herausforderungen wie die Angriffe auf Politiker oder der hohe Zulauf zur Rechtsaußenpartei drängend (Quelle: [DW](https://www.dw.com)). Die Zeit analysiert, die Oppositionsparteien gestalten einen zunehmend aggressiven Wahlkampf, während die SPD auf Kontinuität und soziale Sicherheit setzt, und hebt Schwesigs persönliche Popularität als Trumpf hervor (Quelle: [Die Zeit](https://www.zeit.de)). Die FAZ hebt hervor, dass in den ländlichen Regionen Wachstumsprobleme, Arbeitsmarkt-Fragen und die Integration von Zugezogenen die Landtagswahl maßgeblich prägen könnten, was auch das Wählerverhalten beeinflusst (Quelle: [FAZ](https://www.faz.net)).

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