Nadine Kessler wird neue Staatsministerin für Sport im Kanzleramt

Friedrich Merz mischt sein Team weiter auf: Mit Ex-Nationalspielerin Nadine Kessler zieht eine prominente Frau aus dem Fußballgeschäft ins Bundeskanzleramt ein.

27.07.26 11:41 Uhr | 88 mal gelesen

Überraschungen gehören wohl zum Alltag in der Politik – jüngstes Beispiel: Nadine Kessler, einst gefeierte Weltfußballerin, übernimmt laut 'Handelsblatt' eine Schlüsselrolle als neue Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Kanzleramt. Offenbar löst sie damit Christiane Schenderlein ab, die eine neue Richtung im Bundesgesundheitsministerium einschlägt. Kessler selbst ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr, sondern eine feste Größe im europäischen Frauenfußball – erst als Spielerin, dann als Führungskraft auf internationaler Bühne. Ihr Netzwerk und ihre Erfahrung dürften gerade für die oft stiefmütterlich behandelten Sport- und Ehrenamtsfragen ein frischer Wind sein. Ob sie ihre Durchsetzungskraft auch in der Politik beweisen kann? Das bleibt abzuwarten.

Auch sonst knirscht und schiebt sich einiges im Regierungsgetriebe: Gitta Connemann macht den Satz aus dem Wirtschaftsministerium rüber ins Digitalministerium, wird dort Parlamentarische Staatssekretärin und beerbt Philipp Amthor, der wiederum eine neue Rolle im Kanzleramt übernimmt. Die CDU scheint also gerade ordentlich die Stühle zu rücken. Und damit nicht genug: Die Rolle der Mittelstandsbeauftragten übernimmt nun Johannes Steiniger – ein Mann mit Stallgeruch aus Rheinland-Pfalz, eng mit dem Landesverband des früheren Verkehrsministers verbunden. So viele Wechsel auf einmal sind selten – ob damit eine neue Linie angestoßen wird, muss die Praxis zeigen.

Nadine Kessler, die 2014 als Weltfußballerin ausgezeichnet wurde, übernimmt im Bundeskanzleramt die Verantwortung für Sport und Ehrenamt - ein Posten, von dem sich viele frischen Wind außerhalb eingefahrener Polit-Kreise erhoffen. Der Wechsel ist Teil einer umfassenderen Rochade innerhalb der Bundesregierung, bei der auch Gitta Connemann, Philipp Amthor und Johannes Steiniger neue Positionen einnehmen. Aktuell prägt eine gewisse Unruhe das politische Berliner Parkett, begleitet von Diskussionen über die Rolle des Sports in Gesellschaft und Politik sowie der Hoffnung auf mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung für Ehrenamt und Breitenförderung – ein Thema, das laut Medien zunehmend auch internationale Aufmerksamkeit erhält, weil in Deutschland die Verbindung von sozialem Engagement, Sport und Integration als vorbildlich betrachtet wird.

Schlagwort aus diesem Artikel