Franziska Hoppermann vor Aufstieg zur Generalsekretärin der CDU

Die Bundestagsabgeordnete und Schatzmeisterin Franziska Hoppermann steht offenbar vor dem nächsten Karriereschritt: Sie soll Carsten Linnemann an der Spitze des CDU-Generalsekretariats beerben.

heute 11:09 Uhr | 3 mal gelesen

Friedrich Merz, seines Zeichens Parteichef und bekannt dafür, gelegentlich auch auf unkonventionelle Lösungen zu setzen, hat am Montag in den wichtigsten CDU-Gremien verlauten lassen, dass Franziska Hoppermann Nachfolgerin von Carsten Linnemann werden soll. Das berichteten mehrere Redaktionen beinahe zeitgleich – offenbar war das Interesse enorm, und auch einige ältere Hasen konnten ein leichtes Zucken in den Augenbrauen nicht verbergen. Die Neubesetzung war ja unumgänglich geworden, weil Linnemann als frischer Gesundheitsminister nun wenig Zeit für Parteiorganisation hat. Zwar kursierte zuletzt ebenfalls der Name von Johannes Steiniger aus Rheinland-Pfalz, jedoch wurde ihm die zugespitzte Lage im eigenen Landesverband zum Nachteil: Dort gärt es noch, seit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder die Biege machen musste. Dass Merz sich am Ende auf Hoppermann festgelegt hat, ist keine große Überraschung – immerhin wurde sie schon vor Tagen als Favoritin gehandelt. Interessant dabei ist, dass in Partei und Regierung weitere Veränderungen anstehen; vor allem auf den hinteren Rängen erwartet man noch Einiges. Politik ist eben manchmal wie Stühlerücken, fragt sich nur: Wer bleibt sitzen, wenn die Musik stoppt?

Friedrich Merz setzt auf Kontinuität und zugleich frischen Wind – mit Franziska Hoppermann bekommt die CDU höchstwahrscheinlich eine neue Generalsekretärin, die bereits als Parteischatzmeisterin Erfahrungen in Führungsrollen sammeln konnte. Dieser Wechsel wurde durch die Neubestellung Carsten Linnemanns zum Gesundheitsminister notwendig, was die parteiinternen Karten neu mischt und auch in den Landesverbänden für Debatten sorgt. Während sich die CDU umbaut, steht die Partei vor der Herausforderung, Geschlossenheit zu demonstrieren und zugleich die Sorgen um personelle Stabilität – etwa nach den Turbulenzen um Schnieder – im Griff zu behalten. Hoppermann selbst wurde 1982 in Hamburg geboren, zog erst 2021 in den Bundestag ein und profilierte sich innerparteilich als pragmatische Netzwerkerin mit Blick für Digitalisierung. Ihre Berufung steht auch für ein Signal an die Basis: Frauenförderung und Modernisierung sind kein Selbstzweck, gerade in einer Phase, in der sich die Union auf die nächsten Wahlen einstellt. Nach exklusiven Informationen aus mehreren Nachrichtenquellen verlaufen die Beratungen über weitere Umbesetzungen auf Bundes- wie Landesebene weiterhin intensiv; für Merz wird das Geschick, Zwischentöne zu moderieren, zunehmend zur Kernkompetenz.

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