SPD fordert entschlossenen Schutz jüdischen Lebens in Deutschland

Sebastian Fiedler, Sprecher für Innenpolitik der SPD-Bundestagsfraktion, ruft zu verstärktem Engagement für die Sicherheit jüdischer Bürger in Deutschland auf. Er warnt: Wenn Juden sich aus Angst aus der Öffentlichkeit zurückziehen oder jüdische Symbole nicht mehr offen tragen, sei dies ein deutliches Warnsignal. Für ihn steht fest: Die offene und tolerante Gesellschaft darf keinen Boden verlieren.

heute 16:33 Uhr | 3 mal gelesen

Im Kampf gegen Antisemitismus dürfe es laut Fiedler keine Tabus geben: Probleme müssten offen angesprochen werden – egal, ob sie von rechts oder links kommen. Auch Online-Hetze steht im Fokus, denn rechtliche Verschärfungen zur Bekämpfung von Volksverhetzung könnten laut Fiedler die staatlichen Möglichkeiten entscheidend stärken. Dabei verlässt sich der SPD-Mann nicht allein auf Polizei und Justiz. Er betont ebenso die Rolle der politischen Bildung – junge Menschen müssten für Toleranz sensibilisiert und gegen Vorurteile gewappnet werden. Fiedler bleibt dabei realistisch, fast schon nachdenklich: "Absolute Sicherheit gibt es nicht, aber wir müssen zeigen, dass der Rechtsstaat ernst macht, wenn Minderheiten in Gefahr sind." Letztlich sieht er die ganze Gesellschaft in der Pflicht, Solidarität nicht nur zu fordern, sondern auch zu leben.

Sebastian Fiedler von der SPD mahnt eindringlich, jüdisches Leben in Deutschland müsse besser geschützt werden – vor allem, weil sich besorgniserregend viele jüdische Bürger zurückziehen oder ihre Religion im Alltag nicht mehr offen zeigen. Neben gesetzlicher Verschärfung gegen Hass und Hetze kommt es für ihn vor allem auf die gesellschaftliche Verantwortung und umfassende Aufklärung an. Aktuelle Entwicklungen wie verstärkte Polizeipräsenz an jüdischen Einrichtungen, Initiativen gegen Antisemitismus in Schulen und verschärfte Online-Kontrolle prägen die politische Diskussion derzeit in Deutschland.

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