Trumps neue Zollfront: EU-Fahrzeuge als Zielscheibe

Donald Trump dreht an der Zollschraube und plant, die Einfuhrabgaben für Autos und Lastwagen aus der EU ab nächster Woche drastisch auf 25 Prozent anzuheben. Der Streit um den Handel flammt damit erneut auf – mit unklaren Folgen für Autobranche und Verbraucher auf beiden Seiten des Atlantiks.

heute 18:33 Uhr | 3 mal gelesen

Also, manchmal hat man den Eindruck, dass Trump Zollpolitik gerne als eine Art Poker nutzt, bei dem alle anderen immer mal wieder ziemlich alt aussehen. Nun hat er auf seiner hauseigenen Social-Media-Bühne angekündigt, den EU-Fahrzeugimporten neue Hürden zu stellen: 25 Prozent Zoll – das klingt mehr nach Mauer als nach Brücke. Begründet wird das Ganze damit, dass die Europäische Union ihr Wort nicht gehalten habe, was irgendein, wie immer, „vollständiges“ Handelsabkommen angeht. Schon kurios: Trumps Argument ist, niemand solle auf US-Autos Zoll zahlen müssen – aber dass US-Käufer für europäische Wagen demnächst tief in die Tasche greifen, scheint ihm egal. Nebenbei erwähnt er, wie selbstverständlich, dass USA-Standorte für Autoproduktion gestärkt werden sollen. Klingt ein bisschen danach, als wolle man den alten Ford einfach wieder als Statussymbol etablieren (oder es zumindest versuchen). Ob das klappt? Da lässt sich streiten. Klar scheint nur eins: Für Verbraucher und Autobauer wird das eine wilde Fahrt.

Die angekündigte Erhöhung der US-Zölle auf EU-Autos und Lastwagen markiert einen neuen Höhepunkt im transatlantischen Handelsstreit. Experten bezweifeln, dass die Maßnahme kurzfristig zu neuen Produktionsstätten in den USA führen wird, betonen aber die Risiken für die globale Automobilbranche und mögliche Preiserhöhungen auch für US-Kunden. Zusätzlich droht eine neue Eskalation zwischen EU und USA, da Brüssel seinerseits Gegenmaßnahmen erwägt und zahlreiche Stimmen aus Industrie und Politik eindringlich vor einem neuen Handelskrieg warnen. Zusätzliche Informationen: Laut aktuellen Medienberichten weisen Fachverbände, etwa der Verband der Automobilindustrie (VDA), auf massive Belastungen insbesondere für deutsche Autohersteller hin. Die EU-Kommission prüft bereits mögliche Vergeltungszölle, sollte die US-Regierung die Erhöhung tatsächlich durchsetzen. Zudem beobachten Marktkenner, dass sich Investitionsentscheidungen der Autobauer nun verzögern oder sogar geplante US-Projekte überdacht werden.

Schlagwort aus diesem Artikel