In Halbzeit zwei, keine Spur von Müdigkeit: Leverkusen presst weiter, Schick steht goldrichtig und versenkt das 3:0 nach starkem Pass von Maza. Leipzig wehrt sich, Baumgartner trifft – ein Funke Hoffnung. Kurz darauf aber wieder Ernüchterung: Schick schnürt seinen Dreierpack in der Schlussminute.
Leipzig wirkt streckenweise ratlos, als hätte jemand die Ideen im Mittelfeld einfach ausgeschaltet. Trotz ein paar frischer Beine durch Auswechslungen gelingt den Sachsen wenig. Leverkusen dagegen – zielstrebig, wach, gnadenlos vor dem Tor. Der Sieg spielt ihnen die Champions-League-Quali quasi in die Karten. Leipzig indes gerät unter Druck und muss in den verbleibenden Partien liefern.
Leverkusen konnte dank einer konzentrierten Teamleistung und der Kaltschnäuzigkeit von Patrik Schick im Topspiel der Bundesliga einen wichtigen Schritt Richtung Champions-League-Teilnahme machen. Die Werkself dominierte große Teile des Spiels, RB Leipzig hingegen fand kaum Mittel gegen die kompakte Defensive und das schnelle Umschaltspiel. Während Leverkusen nun einen klaren Vorteil im Rennen um die Königsklasse hat, steht Leipzig nach diesem Rückschlag vor ungemütlichen Entscheidungen für die letzten Saisonspiele. Ergänzend aktuelle Stimmen aus der Presse: Xabi Alonso lobte nach dem Spiel seine Mannschaft für die 'hungrige und fokussierte Einstellung', während Leipzig-Trainer Marco Rose von 'verpasster Chance und fehlender Konsequenz' sprach. Interessanterweise wurde auch deutlich, dass Leverkusen trotz bereits sicherem Meistertitel keine Nachlässigkeit aufkommen ließ – bemerkenswert angesichts des bereits historischen Saisonverlaufs. Im Netz werden besonders die Auftritte von Schick, Tella und Maza positiv hervorgehoben, während vereinzelt Unzufriedenheit über die Leipziger Defensive aufkommt. Die Begegnung gilt vielen als Fingerzeig für Leverkusens Entwicklung "vom fast Team zur echten Spitzenmannschaft", wie etwa Kommentatoren auf taz.de notierten.