Souveräner Heimsieg: Freiburg setzt mit 3:0 gegen Celta Vigo Achtungszeichen im Europa-League-Viertelfinale

Mit einem hochverdienten 3:0 gegen Celta Vigo legt der SC Freiburg im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League den Grundstein für ein mögliches Weiterkommen. Von Beginn an bestimmend, ließ Freiburg kaum Gefährliches zu und begeisterte das Publikum mit mutigem Offensivfußball.

09.04.26 23:00 Uhr | 2 mal gelesen

Schon nach zehn Minuten war der Bann gebrochen: Vincenzo Grifo zirkelte den Ball aus halblinker Position unhaltbar ins Netz und ließ das Stadion aufjubeln. Kein Zufallsprodukt, sondern Ergebnis druckvollen Pressings – Freiburg schien geradezu einen Gang höher schalten zu können, wann immer es nötig war. Spätestens in der 32. Minute, als Jan-Niklas Beste nach einer undurchsichtigen Strafraumszene auf 2:0 erhöhte, war zu erahnen, wie schwer es Celta Vigo an diesem Abend haben würde – im Grunde blieb es auch nach der Pause bei dem Muster: Freiburg mit viel Kontrolle, Celta Vigo mit wenigen bis keinen Ideen, geschweige denn Torchancen. Als dann in der 78. Minute Ginter nach einer Ecke zum 3:0 einköpfte, rauschte das Stadion vor Begeisterung. Im Übrigen überraschte mich Celta mit ihrer Harmlosigkeit: Man hatte fast den Eindruck, sie wollten gar nicht erst ein Auswärtstor. Freiburg wiederum blieb bis in die Nachspielzeit gefährlich – fast hätte es noch ein viertes Tor gegeben. Bis auf wenige Ausnahmen, die beinahe untergingen, verteidigten die Breisgauer alles weg und werden sich sagen: Das Rückspiel in Spanien dürfte mit dieser Ausgangslage eine etwas entspanntere Angelegenheit werden. Aber Vorsicht – im Fußball hat man schon ganz andere Aufholjagden gesehen.

Freiburg präsentierte sich als spielerisch und taktisch reiferes Team, das sowohl in der Defensive kaum Fehler machte als auch offensiv zielstrebig agierte. Auffällig war die gegenseitige Abstimmung, die Kompaktheit im Mittelfeld sowie die clevere Nutzung von Standards – Eigenschaften, die im internationalen Wettbewerb oft den Unterschied ausmachen. Interessant aus den aktuellen Berichten: Der SC setzte ungeachtet der jüngsten Verletzungssorgen auf eine recht offensive Ausrichtung und wurde dafür belohnt; Celta Vigo hingegen konnte die eigenen Angriffsreihe kaum in Szene setzen und zeigte nur selten das ansonsten gefürchtete Umschaltspiel. Laut einigen deutschen Medien wurde insbesondere Grifos Führungstreffer hervorgehoben, dessen Spielfreude und Kreativität als Symbol für Freiburgs Anspruch gesehen werden, erneut ins Halbfinale einzuziehen. Das Rückspiel in Spanien dürfte zwar emotional aufgeladen sein, doch die komfortable Ausgangsposition schenkt Freiburg ein gehöriges Maß an Selbstbewusstsein. Übrigens ist in Vor- und Nachberichten zu lesen, dass die Stimmung in der Mannschaft trotz aller Euphorie als angenehm geerdet eingeschätzt wird – vielleicht die wichtigste Basis für einen erfolgreichen internationalen Run.

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