Der Kontakt zwischen Michelle Hunziker und Thomas Gottschalk ist spärlicher geworden, wie sie selbst sagt: „Unsere Leben haben sich einfach auseinanderentwickelt. Meine Familie, meine Sendungen – das alles ist mittlerweile fest mit Italien verankert. Wir erleben zwar immer schöne Begegnungen, wenn’s klappt, aber telefonieren tun wir kaum noch.“
Gegenüber der teils kritischen Berichterstattung über Gottschalks Moderationen bezieht Hunziker klar Position: „Ich mag Thomas einfach sehr gern. Es gibt so viel, was ich nicht beurteilen wollte und auch nicht kommentiert habe, selbst wenn er mal daneben lag. Unsere gemeinsame Zeit war einfach zu prägend dafür.“ Sie erinnert sich noch an das erste Angebot: „2009, als er mich fragte, ob ich bei ‚Wetten, dass..?‘ einsteige, war ich überrascht – und voller Vorfreude. Seine unkonventionelle Art hat die Show besonders gemacht.“
Interessanterweise hat Hunziker ihren Weg ins deutsche Fernsehen aber nicht primär Gottschalk zu verdanken. „Nach meinem ersten Auftritt mit Eros Ramazzotti bei ‚Wetten, dass..?‘ war es Frank Elstner, der mich tatsächlich überredet hat, ins deutsche TV zu wechseln. Thomas holte mich zur Moderation, aber Elstner hat den Grundstein gelegt.“
Sie betont jedoch auch die Unterschiedlichkeit ihrer Fernsehrollen in Italien und Deutschland: „Hier in Italien kann ich mich ausleben, stehe für Musik, große Shows, für Witz und Familiensendungen. In Deutschland habe ich das nie in voller Gänze auskosten können. Es fehlt einfach das Format, in dem ich meine italienische Seite zeige.“ Sie erhält zwar zahlreiche Angebote aus Deutschland, lehnt aber vieles ab – Kinder und Familie in Italien gehen vor.
Zu Gottschalks Verhältnis mit Dieter Bohlen mag sie sich übrigens gar nicht äußern: „Sehen Sie meinem Gesicht an – ich sage nichts dazu!“
Dafür berichtet Hunziker sehr liebevoll von ihrem Dasein als Großmutter: „Mit meinem Enkelkind zu lachen ist das Größte. Seine unbekümmerte Freude steckt mich einfach an. Er reißt ständig gute Witze, meistens unbewusst – das ist das Schöne daran.“
Michelle Hunziker hat sich in einem aktuellen Interview offen über ihre Beziehung zu Thomas Gottschalk und ihren eigenen Karriereweg im deutschen und italienischen Fernsehen geäußert. Kritische Stimmen gegenüber Gottschalk kontert sie mit Loyalität und verweist auf ihre prägende gemeinsame Zeit, während sie selbst weiterhin eine starke Bindung zu ihrer Heimat Italien spürt – nicht zuletzt aus familiären Gründen. Hunziker schilderte zudem, dass sie ihren deutschen Fernseh-Einstieg Frank Elstner verdankt, und dass sie sich als Künstlerin in Italien deutlich freier fühlt als in Deutschland.
Ergänzend zur Darstellung aus den jüngsten Online-Recherchen: Die Frage nach der Relevanz klassischer TV-Unterhaltung ist aktuell wieder stark im Fokus; zahlreiche Medien beschäftigten sich jüngst mit dem Wandel der europäischen Medienlandschaft und der Rolle altgedienter Showmaster wie Gottschalk. Themen wie Humor, öffentliche Kritik an Moderator*innen, aber auch die Normen im Umgang verschiedener Kulturen in TV und Gesellschaft sind spätestens seit den letzten Quotendiskussionen um ‚Wetten, dass..?‘ und andere Sendungen wieder sehr präsent. Zudem wird die zunehmende Internationalisierung von Fernsehkarrieren (wie am Beispiel Hunziker/Ramazzotti bemerkbar) von vielen Redaktionen kritisch begleitet – mit Fokus auf Herausforderungen und Chancen für Women in Media. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Showgeschäft wird in Interviews, Kolumnen und Hintergrundstücken in allen namhaften Portalen derzeit diskutiert.
Michelle Hunziker bleibt somit nicht nur als Co-Moderatorin von Gottschalk im Gedächtnis, sondern auch exemplarisch für die Balance zwischen Medienkarriere, Mutterrolle und kultureller Identität.