In der Nacht zu Sonntag gab das US-Zentralkommando bekannt, gegen 19:15 Uhr US-Ostküstenzeit – was etwa 1:15 Uhr am frühen Morgen in Deutschland ist – erneut Luftschläge gegen iranische Ziele ausgeführt zu haben. Dieser dritte Einsatz binnen einer Woche soll eine direkte Antwort auf einen Angriff Irans auf ein unter zyprischer Flagge fahrendes Containerschiff im Persischen Golf sein. Das Schiff, die M/V GFS Galaxy, wurde beim Passieren der Straße von Hormus attackiert. Ein Besatzungsmitglied wird nach wie vor vermisst; ein massives Feuer und ein beschädigter Maschinenraum haben das Schiff laut Berichten fahruntüchtig gemacht. Die US-Seite betonte, man habe dem Iran mehrfach Gelegenheit gegeben, sich an frühere Abkommen zu halten, doch stattdessen träten wieder Provokationen auf. Zur Vergeltung wurde eine 'spürbare' Reaktion beschlossen, die sicherstellen solle, dass Irans Möglichkeiten, zivile Schiffe zu attackieren, weiter eingeschränkt würden. Laut offiziellen Mitteilungen handelte das US-Militär dabei auf Befehl des Präsidenten. Indessen berichteten iranische Staatsmedien, die Revolutionsgarden hätten die Straße von Hormus abgeriegelt, nachdem ein Warnschuss auf ein verdächtiges, angeblich nicht autorisiertes Schiff abgegeben worden sei. In den letzten Tagen ist die Stimmung zwischen den USA und dem Iran merklich angespannter geworden. President Trump hatte selbst erklärt, der existierende Waffenstillstand gelte nicht mehr, nachdem sich beide Seiten wiederholt gegenseitig Vertragsbrüche vorgeworfen hatten. Um ehrlich zu sein: In solch aufgeladenen Momenten fühlt man sich fast an ein geopolitisches Schachspiel erinnert – nur, dass die Bauern diesmal echte Menschen sind.
Die Nacht von Samstag auf Sonntag brachte eine neue Eskalationsstufe im Dauerstreit zwischen den USA und dem Iran: Die amerikanischen Luftangriffe, als Vergeltung für Angriffe auf Zivilschiffe, spiegeln das fragile Gleichgewicht in der Region wider. Während die USA auf Durchsetzungsstärke setzen, begründet der Iran sein Vorgehen oft mit der Sicherung eigener Interessen im Persischen Golf. Neuere Berichte zeigen, dass auf beiden Seiten wenig Bereitschaft für einen echten Dialog besteht – und jeder vergeltende Schlag wirkt wie ein weiterer Stein auf dem ohnehin wackeligen Fundament des Friedens. Neuere Entwicklungen in der internationalen Berichterstattung, etwa von taz und FAZ, heben hervor, dass weitere Sanktionen und längere Präsenz westlicher Kriegsschiffe nicht ausgeschlossen werden. Außerdem melden verschiedene Quellen, dass auch China und Russland – angesichts der strategischen Bedeutung der Straße von Hormus – ihre diplomatischen Aktivitäten verstärkt haben. Besonders besorgniserregend: Menschenrechtsorganisationen warnen verstärkt vor den zivilen Folgen der Militäraktionen, etwa vor Versorgungsengpässen oder neuen Flüchtlingswellen.