Wadephul plädiert für eine Kostenbeteiligung Irans an einer etwaigen europäischen Minenräumaktion in der Straße von Hormus, nachdem der Iran mutmaßlich die Seeroute vermint hat. Deutschland bleibt weiterhin dem bisherigen Ukraine-Kurs verpflichtet, auch angesichts der verschärften russischen Angriffe, und möchte gemeinsam mit den Nato-Partnern ein klares Signal an Russland senden. Im Zusammenhang mit den Nato-Gipfeln schlägt Wadephul vor, über die Notwendigkeit und den Turnus der Treffen flexibler nachzudenken, da die traditionellen Termine zu starr seien und teils an der Realität der politischen Entscheidungsprozesse vorbeigehen. Laut neueren Presseberichten hat die Nato zuletzt den politischen und wirtschaftlichen Druck auf den Iran erhöht und überlegt zudem, ihre Marinepräsenz in strategisch zentralen Seewegen auszubauen. In Bezug auf den Ukraine-Krieg wächst der Konsens, dass militärische Unterstützung und diplomatischer Druck weiterhin die wichtigsten Instrumente europäischer Politik bleiben, um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Die Debatte um die Anpassung der Gipfelroutinen nimmt laut aktuellen Leitartikeln Fahrt auf, da geopolitische Dynamik und kurzfristige Eskalationen mehr Flexibilität und Agilität fordern.