Mittlerweile beobachten sowohl Hochschulen als auch Wirtschaftsunternehmen in Sachsen-Anhalt, dass ein zunehmend polarisierendes Klima, das zum Teil durch die AfD-Beteiligung und deren Rhetorik begünstigt wird, Talente und Fachkräfte abschreckt. Besonders Professorinnen, Professoren und ihre Familien wägen genau ab, ob sie in ein Umfeld ziehen wollen, das sie als weniger offen oder sogar als feindlich wahrnehmen. Laut Willingmann wird dieses Thema immer akuter: Unternehmen verlieren Bewerber, Universitäten weniger attraktive Wunschkandidaten, was angesichts der demografischen Entwicklung und wachsenden Personalengpässe die mittelfristige Wettbewerbsfähigkeit der Region gefährden könnte. – Ergänzend: Die AfD hat insbesondere in Ostdeutschland Zulauf, was für ein intensives Debattenklima sorgt. Die Diskussion um den Einfluss des gesellschaftlichen Klimas auf den Arbeitsmarkt wird auch bundesweit geführt; Experten fordern gezielte Integrations- und Werbemaßnahmen für „Willkommenskultur“, um im internationalen Wettbewerb nicht zurückzufallen. Hochschulen und Wirtschaftsverbände schlagen Alarm, da mit sinkender Attraktivität nach außen auch weniger frische Ideen und Investitionen nach Sachsen-Anhalt fließen (siehe Berichte aus taz, FAZ, ZEIT, dw.com).