Die Debatte um die Gesundheitsreform und insbesondere das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz sorgt für erhitzte Gemüter – der Landkreistag sieht die Grundversorgung auf dem Land gefährdet, falls die aktuellen Gesetzesvorschläge eins zu eins durchgewunken werden. Viele kommunale Krankenhäuser stehen finanziell unter massivem Druck, während sich die Reform aus Sicht der Landkreise zu wenig an der Realität außerhalb der großen Städte orientiert. Statt Flickenteppichen und punktuellen Sonderregelungen benötigt das System ein grundsätzliches Umdenken. Recherchen zeigen, dass die Krankenhausfinanzierung weiterhin drängend ist: Trotz Nachbesserungen am Gesetz bleiben strukturelle Probleme bestehen, z.B. bei Personal, Investitionen und wohnortnaher Versorgung. Viele Landesregierungen signalisieren laut Medienberichten, dass sie den Vermittlungsausschuss nutzen könnten. Gesundheitsverbände und zahlreiche Fachleute mahnen an, dass die Reformen stärker die Versorgung in der Fläche sichern müssen und nicht nur auf Einsparungen setzen dürfen. Für die kommenden Monate steht zu erwarten, dass der politische Streit um die Krankenhausstruktur weiter an Fahrt aufnimmt, da auch Pflegepersonal, Ärzte und Patientenschützer alarmiert sind. Weitere Details: Die sektorübergreifende Zusammenarbeit zwischen ambulant und stationär ist in der Diskussion, ebenso die Verteilung der Finanzmittel und eine mögliche Schließung von Häusern in strukturschwachen Regionen.