Warum Fisch bei Sommerhitze die bessere Wahl ist

Hamburg – Sobald das Thermometer über 30 Grad klettert, wird’s klassisch-deutsch kulinarisch schnell eng: Kartoffeln, Braten, schwere Kost – alles rückt in den Hintergrund. Dann schlägt die Stunde des Fischs: unkompliziert, leicht und noch dazu wahnsinnig vielseitig. Das Fisch-Informationszentrum (FIZ) verrät, warum Fisch an heißen Tagen goldrichtig ist – und wie sich sommerliche Hitze beim Einkauf und Kochen austricksen lässt.

heute 11:00 Uhr | 1 mal gelesen

Jeder kennt das: Bei Sommerhitze greift man zu Tomatensalat, Melone oder irgendetwas vom Eisschrank. Erstaunlicherweise bleibt aber eine der einfachsten Lösungen oft außen vor – nämlich Fisch. Der ist nicht nur schnell zubereitet und herrlich flexibel, sondern bringt auch so eine Leichtigkeit auf den Teller, die man nach einem schwülen Tag wirklich zu schätzen weiß.

Steffen Euler, Fischsommelier und seit über 20 Jahren Herr hinter der Fischtheke, bringt es auf den Punkt: „Im Sommer will niemand stundenlang am Herd stehen. Genau da punktet Fisch – fix gebraten oder gegrillt, dazu ein paar frische Zutaten, und schon ist das Abendessen durch.“

Grillfans aufgepasst: Es steckt mehr auf dem Rost als Würstchen
Die meisten denken bei Grillen an Fleischberge, aber Fisch macht sich auf dem Rost mindestens genauso gut. Ganze Dorade, saftige Lachsfilets, Garnelen oder Makrele – alles kein Hexenwerk. Besonders spannend: Mit Kräutern, Zitrone, Knoblauch gefüllt nimmt Fisch im Handumdrehen Urlaubsgeschmack an. Das Beste: Während andere noch schwitzen, ist der Fisch nach sechs bis zehn Minuten schon bereit für den Teller.

Leichtigkeit heißt nicht, dass man auf alles verzichten muss
Leichte Küche wird manchmal gleichgesetzt mit 'bloß nicht satt werden.' Aber das Gegenteil ist der Fall: „Fisch bringt wertvolles Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und ein paar Mineralstoffe, die uns bei Hitze richtig guttun“, erklärt Julia Steinberg-Böthig vom FIZ. Da das Fleisch so feinfaserig ist, bekommt es auch empfindlichen Mägen – ein nicht zu unterschätzender Bonus an Sommertagen.

Fisch zeigt sich übrigens im Kostüm von mediterran-leichter Küche, asiatisch-frisch mit Limette oder klassisch-norddeutsch mit Kartoffeln und Dill – Anpassungsfähigkeit deluxe!

Frische als Muss, nicht als Kür
Hier gibt’s keine halben Sachen: Gerade bei Hitze braucht der Fischeinkauf die Extraminute Aufmerksamkeit. Klare Augen, rote Kiemen, pralle Haut – das ist die Frischeformel für ganze Fische. Bei Filets glänzt das Fleisch, nicht trocken oder bräunlich. Und der Heimweg? Bitte mit Kühltasche! Auch zu Hause ab in den kältesten Kühlschrankplatz (0–2°C) und möglichst bald verarbeiten. „Gerade im Sommer entscheidet die Kühlkette über Genuss oder Frust“, betont Steinberg-Böthig.

Jetzt Neues wagen!
Sommerzeit ist Experimentierzeit: Makrele mal direkt in die Glut legen, Dorade mit Kräutern im Ganzen garen, Lachs auf dem Brett grillen oder einfach Garnelen mit Gemüse aufspießen. Auch kälter serviert macht Fisch eine starke Figur: geräucherte Forelle im Salat, Ceviche oder Lachs auf Pasta – allesamt Sommer-Knüller.

Ein Profi-Tipp zum Schluss von Steffen Euler: „Damit selbst zerbrechliche Fische wie Kabeljau auf dem Grill halten, einfach das Filet auf dicken Zitronenscheiben garen. Gibt Aroma und schützt vor dem Klebefiasko!“

Kontakt zum FIZ:
Fisch-Informationszentrum e. V.
Dipl. oec. troph. Julia Steinberg-Böthig
Große Elbstraße 133, 22767 Hamburg
Tel: 040/3892597
Mail: jboethig@fischinfo.de
Web: www.fischinfo.de

Fisch eignet sich nicht nur wegen seiner unkomplizierten Zubereitung für die heißen Tage, sondern überzeugt auch mit seiner Nährstoffdichte und Vielseitigkeit. Besonders relevant ist bei sommerlichen Temperaturen die Frischekontrolle und die konsequente Kühlung, da Fischeiweiß schnell verdirbt – ein Thema, das immer mehr Verbraucher:innen in Zeiten steigender Temperaturen und Lebensmittelskandalen beschäftigt. Recherchen auf aktuellen Nachrichtenportalen zeigen zudem, dass sich Fischgerichte einer wachsenden Beliebtheit erfreuen, gerade im Kontext nachhaltiger Ernährung; neue kulinarische Trends, wie Ceviche, Poke Bowls oder die Integration von Fisch in vegetarisch inspirierte Sommerrezepte, ergänzen den Kanon klassischer Zubereitungsmethoden. Darüber hinaus berichten mehrere Medien, dass Fisch eine zunehmend wichtige Rolle in klimafreundlichen Ernährungs- und Grillkonzepten spielt, da viele Süßwasser- und Meeresfischarten eine bessere CO2-Bilanz aufweisen als Fleisch – allerdings hängt das stark vom Fanggebiet und der Bewirtschaftungsmethode ab.

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