Interessanterweise zog der Euro leicht gegenüber dem Dollar an (1,1427 USD), während der Goldpreis ebenfalls erkennbar zulegte – goldene Zeiten für manche, könnte man meinen. Pro Feinunze zahlten Anleger zuletzt 4.122 US-Dollar – das dürfte bei einem langen Atem Freude machen. Beim Öl dagegen ging es nach unten: Die Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich auf 76,07 Dollar pro Barrel. Ein Wechselbad der Kurse also, das zeigt, wie sensibel die Börse manchmal auf kleinste Signale reagiert.
Die jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt fielen schwächer als erwartet aus, was an den Börsen für so etwas wie kollektives Durchatmen sorgte: Die Hoffnung, dass die Fed eine straffe Zinspolitik einstweilen vermeidet, beflügelte besonders Technologiewerte. Weiterhin halten Unsicherheiten rund um geopolitische Konflikte oder mögliche Zinsschritte Märkte wie auch Anleger in einem Zustand erhöhter Wachsamkeit. Neben Gold verzeichneten auch andere sogenannte sichere Häfen – etwa Staatsanleihen – eine erhöhte Nachfrage, was das Misstrauen gegenüber weiteren wirtschaftlichen Turbulenzen erkennen lässt. Laut aktuellen Berichten – beispielsweise von Bloomberg und Reuters – bleiben die spekulativen Bewegungen verstärkt 'datengetrieben': Kaum ein Wirtschaftszweig oder Marktsegment bleibt immun. Zudem stiegen die Preise für US-Treasuries leicht, was als Signal für Risikoaversion gelten kann. Am Rande: Immer mehr Anleger diskutieren auch über die Auswirkungen der Präsidentschaftswahl im Herbst auf das Marktgeschehen.