Landkreistag rät: Pools bei Trockenheit besser trocken lassen

Wenn das Wasser knapper wird, sollten Schwimmbäder im eigenen Garten nicht als selbstverständlich gelten – meinen Deutschlands Landkreise.

heute 06:27 Uhr | 1 mal gelesen

Die Sommer in Deutschland machen es deutlich: Flirrende Hitze legt sich übers Land, während an vielen Orten Regen eher zur Seltenheit wird. Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistages, brachte es gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" auf den Punkt: Wenn wir ehrlich sind, müssen wir irgendwann Prioritäten setzen – Pool-Füllungen sind dann nicht mehr einfach Privatsache. Es kann niemandem Spaß machen, anderen den Wasserhahn abzudrehen, doch wenn Wasser überall knapp wird, kommt irgendwann der Moment, in dem Empfehlungen (oder notfalls sogar Anordnungen) für Wasserspartipps ausgesprochen werden. Manche Gemeinden sind da schon weiter und haben stundenweise das Wasser einschränken müssen. Aber Brötel setzt auf Freiwilligkeit: Mitdenken statt Verbot, Eigenverantwortung vor Zwang. Notfalls lieber mal im Baggersee baden als auf Gemeinschaft zu pfeifen – ganz ehrlich, ein bisschen Verzicht im Sommer könnte auch zusammenschweißen.

Privater Pool-Luxus stößt in Zeiten längerer Trockenperioden an die Grenzen der gesellschaftlichen Solidarität: Präsident Achim Brötel vom Deutschen Landkreistag mahnt zur freiwilligen Zurückhaltung beim Wasserverbrauch, vor allem beim Füllen privater Pools. Der Gedanke dahinter ist klar – Wasser gehört zu den existenziellen Gemeinschaftsgütern, deren verschärfte Knappheit mit dem Klimawandel bereits in verschiedenen Landesteilen deutlich spürbar ist. Während konkrete Verbote weiterhin die Ausnahme bleiben sollen, wächst der Druck auf Bürgerinnen und Bürger, ihren Teil zur Wahrung lebenswichtiger Ressourcen beizutragen, auch und gerade, wenn die Versuchung im eigenen Garten steht. Aus aktuellen Medienberichten geht hervor, dass das Problem weiter anschwillt: Die Süddeutsche berichtet von akuten Wasserengpässen in mehreren Kreisen, deutschland.de beschreibt, wie Landkreise auf Kampagnen zur Verbrauchsminderung setzen, und die FAZ hebt hervor, wie in manchen Gemeinden sogar Tankwagen zur Notversorgung ausrücken mussten.

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