Dobrindt stellt klar, dass ein Verbot von Social Media für Kinder kaum praktikabel und zudem schwierig durchzusetzen sei – Eltern müssten selbst eine aktive Rolle übernehmen. Staatliche Regeln könnten die Eltern unterstützen, aber ohne deren Engagement würden sie ins Leere laufen. Nach neuesten Recherchen mehren sich gerade im Kontext digitaler Kinderrechte die Stimmen, die auf eine Kombination aus Regulierung, Aufklärung und technischer Kompetenzbildung setzen – und dies europaweit. Viele Länder experimentieren inzwischen mit Altersverifikationssystemen oder verpflichtenden Workshops für Eltern und Lehrende. Der Ruf nach mehr Schutz und Medienbildungsstärkung wird lauter, gleichzeitig warnen Fachleute vor einer pauschalen Kriminalisierung jugendlicher Internetnutzung – weshalb der Diskurs um Verantwortung zwischen Staat, Wirtschaft und Eltern stark an Fahrt aufgenommen hat.