Das Duell in der Mainzer Arena ließ von Anfang kaum Zweifel daran, wer an diesem Abend das Zepter schwingt. Bereits nach elf Minuten versenkte Kaishu Sano, der zuletzt eher durch seine defensive Arbeit glänzte, einen satten Fernschuss im Straßburger Netz – ein Moment, der nahezu elektrisierend wirkte. Nicht einmal zehn Minuten später doppelte Stefan Posch per Direktabnahme nach und stellte die Weichen frühzeitig auf Sieg. Mainz presste weiter, kombinierte oft schnörkellos, aber eben auch phasenweise etwas fahrig; ein drittes Tor wollte einfach nicht fallen. Straßburg? Eher Leichtmatrosen als Kapitäne am Ball, was die Mainzer Hintermannschaft vor keine unlösbaren Aufgaben stellte. Im zweiten Durchgang kippte das Geschehen leicht – die Franzosen rührten sich, fanden durch Umstellungen sogar vereinzelt Lücken. Doch die Abschlüsse waren zu harmlos, spätestens bei Mainzer Torhüter Zentner war Schluss. Die Partie verlor ein wenig an Tempo, verlor sich fast in Halbfertigem und Unentschlossenem – vielleicht ein Fingerzeig auf das Rückspiel, das keineswegs schon entschieden ist. Ein paar vergebene Chancen auf Seiten der Hausherren später pfiff der Schiedsrichter ab – 2:0, mit einem Hauch Unvollendetheit und doch grundsolide.
Mainz 05 hat mit dem 2:0 über Straßburg eine sehr solide Basis für das Rückspiel gelegt, wobei insbesondere die defensive Stabilität und das frühe Tor für Selbstvertrauen sorgen dürften. Straßburg wurde erst nach dem Seitenwechsel etwas gefährlicher, konnte aber seine Chancen nicht verwerten. Interessant: Mit solch einer Leistung mischt Mainz plötzlich ordentlich im Wettbewerb mit, während Straßburg jetzt vor einer echten Knacknuss steht. Laut Recherchen bei anderen Portalen liegt der Fokus in der Berichterstattung oft auf den Überraschungsmomenten von Mainz und der Schwäche des französischen Teams, die offensiv zu wenig Durchschlagskraft entwickelten – kritische Stimmen weisen jedoch auch darauf hin, dass Mainz seine Überlegenheit hätte deutlicher nutzen können.