USA setzen Schifffahrt in der Straße von Hormus massiv unter Druck: Dutzende Schiffe gestoppt

Die amerikanischen Streitkräfte haben laut eigenen Angaben in den letzten 20 Tagen insgesamt 48 Schiffe aufgehalten und zur Umkehr gezwungen – niemand darf derzeit in den iranischen Hafen ein- oder ausfahren. Das gab das US-Zentralkommando am Samstag preis.

heute 16:52 Uhr | 3 mal gelesen

Innerhalb eines Zeitraums von gerade mal 20 Stunden mussten drei weitere Schiffe ihren Kurs ändern. Die Vereinigten Staaten unterbinden damit strikt jeglichen Schiffsverkehr von und nach Iran aus der sensiblen Meerenge. Präsident Donald Trump bekräftigte indes, dass die Blockade solange fortgesetzt werde, bis eine Einigung mit Iran zur Beendigung aktueller Kampfhandlungen erzielt sei. Das Vorgehen stieß erwartungsgemäß auf Rüge von Teheran: Der Iran wertet die US-Aktion als Bruch des Waffenstillstands. Trump, der sich in Florida äußerte, verglich die Maßnahmen mit Piraterie – allerdings, so betonte er, würden die USA nicht bloß Spiele treiben, sondern auf jahrelangen Druck des Iran reagieren. Den Vorwurf, die Meerenge militärisch zu instrumentalisieren, schob er zurück auf iranische Seite: Man habe lediglich „mit gleicher Münze heimgezahlt“, nachdem der Iran zuvor bereits die Passage dichtmachte. Abseits dieser Konfrontation sorgt der anhaltende Konflikt zwischen Israel und dem Libanon weiter für Erschütterungen: Aktuellen Zahlen des libanesischen Gesundheitsministeriums zufolge sind seit Anfang März mehr als 2.650 Menschen bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen. Seit Ende April gab es erneut zahlreiche Tote und Verletzte. Trotz einer formalen Waffenruhe bleibt die Lage extrem angespannt – gegenseitige Beschuldigungen über Verstöße und fortgesetzte Angriffe sind an der Tagesordnung. Ehrlich gesagt, es wirkt wie eine Situation, in der jeder Schritt wieder einen Schritt zurück bedeutet.

Die US-Blockade in der Straße von Hormus markiert eine gefährliche Eskalation am Persischen Golf. Während die USA auf ein Abkommen mit Iran drängen und keine Schiffe mehr in iranische Häfen gelangen lassen, bezeichnet Iran die Blockade als klaren Bruch internationaler Absprachen. Die Situation ist angespannt, nicht zuletzt, weil im Libanon parallel die Gewalt zwischen israelischem Militär und Hisbollah aufflammt: Laut Medienberichten und Gesundheitsministerium kommen weiterhin zahlreiche Zivilisten ums Leben – trotz Waffenstillstands. Neuere Recherchen zeigen zudem, dass die Spannungen rund um die Straße von Hormus die internationalen Öl- und Warenpreise bereits beeinflussen, indem sie Unsicherheit und logistische Hindernisse für globale Lieferketten schaffen. Die Reaktionen aus Europa bleiben bislang zurückhaltend, doch im Hintergrund laufen diplomatische Initiativen, um die Lage zu beruhigen. Geopolitisch betrachtet verschieben sich Machtachsen und Abhängigkeiten; Analysten weisen darauf hin, dass erneute Drohungen im Persischen Golf weitreichende Folgen für Energiesicherheit und Handelsbeziehungen in der gesamten MENA-Region haben könnten.

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