Aus in der Europa League: Stuttgart verliert gegen Porto

Der FC Porto zog nach einem routinierten 2:0 gegen den VfB Stuttgart ungefährdet ins Viertelfinale der Europa League ein – für die Schwaben ist damit auf europäischer Bühne Schluss.

19.03.26 22:59 Uhr | 3 mal gelesen

Schon das Hinspiel hatte Stuttgart in eine unangenehme Ausgangslage gebracht: Das 1:2 in Porto lastete sichtbar auf der Mannschaft, die im Rückspiel in Portugal dennoch unverzagt zu Werke ging – und doch an ihren Nerven und Portos kaltschnäuziger Effizienz scheiterte. Nach 21 Minuten war es William Gomes, der einen chaotischen Moment im Stuttgarter Strafraum nutzte und aus kurzer Entfernung abstaubte. Die Gäste steckten keineswegs auf, mühten sich redlich um einen Anschlusstreffer, bisweilen fast verzweifelt – doch Diogo Costa im Porto-Tor zeigte gleich mehrfach, warum er als einer der stärksten Keeper gilt. Stuttgart schien wie verhext: Da waren Chancen, aber wenig Präzision. Nach der Pause zog Porto das Tempo kurz an, Victor Froholdt fasste sich aus der Distanz ein Herz (ob er den je wieder so trifft?) und markierte sehenswert das 2:0 (72.). Stuttgart blieb bemüht, wirkte hinterher jedoch zunehmend ratlos – spätestens nach Narteys Platzverweis (77.) war das Spiel gelaufen. Porto, die zu Hause in dieser Saison sowieso kaum zu überraschen sind, verteidigte die Führung clever herunter. Während Stuttgart jetzt seine Kräfte auf Liga und Pokal richtet, dürfen die Portugiesen weiter vom Halbfinale träumen. Ob das die Mannschaft von Trainer Farioli noch weiter beflügelt?

Porto war im Rückspiel effizienter und profitierte von einem frühen Führungstreffer durch Gomes. Stuttgart vergab mehrere Großchancen und verzweifelte am glänzenden Diogo Costa, bevor Froholdt per Weitschuss alle Hoffnungen beendete. Am Ende schwächte sich der VfB auch noch selbst durch eine Rote Karte und scheidet verdient aus, während Porto im Viertelfinale steht. Laut Berechnungen der UEFA-Statistiker sind portugiesische Teams auch dadurch weiter gut auf Kurs für ein starkes Abschneiden, vor allem dank Portos heimischer Stärke und der ruhigen Führung von Trainer Farioli. Aktuelle Berichte unterstreichen, dass gerade bei internationalen Ko-Spielen Effizienz und individuelles Können – etwa das von Torwart Costa – den Unterschied machen. Stuttgart wird sich nun auf eine gute Saison im DFB-Pokal und einen europäischen Platz in der Bundesliga konzentrieren müssen. Außerdem wird in portugiesischen Medien viel darüber diskutiert, ob Porto inzwischen reif für mehr als nur das Viertelfinale ist.

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