BMW schickt bewährte Größen ins Rennen – Wittmann und van der Linde greifen 2026 nach DTM-Titel

München hat Nägel mit Köpfen gemacht: BMW und Schubert Motorsport setzen für die DTM-Saison 2026 auf Altbewährtes und vielversprechende Rückkehrer. Marco Wittmann, zweifacher Champion, bleibt dem Team treu, während Kelvin van der Linde nach einem Jahr Pause sein Comeback hinterm Steuer eines M4 GT3 Evo feiert. Teamchef Torsten Schubert und seine Crew richten den Blick klar auf den großen Coup.

heute 15:54 Uhr | 3 mal gelesen

Das Ende der letzten Saison hallt noch immer nach – so dicht war BMW mit Schubert Motorsport 2025 am Titel, dass es fast schon wehtat. Andreas Roos, verantwortlich für BMW M Motorsport, bringt es lakonisch auf den Punkt: "Wir haben mit der DTM noch ein Hühnchen zu rupfen." Entsprechend hoch sind Motivation und Erwartungen für 2026. Dass Marco Wittmann, inzwischen eine Art lebende Legende im DTM-Kosmos, erneut mit von der Partie ist, sorgt für Kontinuität und lässt die Fans hoffen. 210 Rennen hat der Fürther bereits für BMW abgespult. "Ich weiß ziemlich genau, worauf es in dieser Meisterschaft ankommt, aber die Luft an der Spitze ist dünn", meint Wittmann, der sich auf sein eingespieltes Team verlässt und ein klares Ziel hat: Titel Nummer drei. Neu, aber doch nicht ganz fremd, ergänzt Kelvin van der Linde das Line-up. Ein Jahr hat der Südafrikaner pausiert – jetzt übernimmt er die Rolle von René Rast und will in gewohnter Schubert-Umgebung richtig durchstarten. Acht DTM-Laufsiege und der Vizechampion-Status von 2024 zählen zu seinen Meriten, doch der ganz große Wurf fehlt noch. "Das hier fühlt sich an wie ein Heimkommen", sagt van der Linde, „zumal mein Bruder Sheldon 2022 mit demselben Team große Spuren hinterlassen hat. Ich will ab Runde eins alles geben.“ Auch Teamchef Torsten Schubert gibt sich pragmatisch-optimistisch: Vorbereitung läuft, die Fahrerpaarung passe, ein wenig Eingewöhnung – und dann solle es richtig losgehen. Ob das Rezept aus Erfahrung und ehrgeizigem Neuanfang letztlich reicht, das bleibt offen. Aber gerade das macht Rennsport aus: Nichts ist sicher, und manchmal gewinnt genau der, den keiner auf dem Plan hatte.

BMW und Schubert Motorsport setzen 2026 in der DTM auf eine Mischung aus bewährter Klasse und frischem Elan: Der zweifache Meister Marco Wittmann bleibt dem Team als Konstante erhalten, während Kelvin van der Linde nach einem Jahr Pause sein Comeback feiert – beide teilen sich das Cockpit des BMW M4 GT3 Evo. Die Sportchefs und der Teamchef zeigen sich höchst motiviert, nachdem der DTM-Titel 2025 knapp verpasst wurde, und zählen auf die langjährige Erfahrung im Team und die neue Dynamik durch van der Linde. Im breiteren Kontext der DTM steht die Saison 2026 auch im Zeichen einer anhaltenden technischen Weiterentwicklung (insbesondere was Hybridkomponenten und Reifenstrategie angeht) sowie einer verstärkten Internationalisierung, bei der neben Audi und Mercedes auch neue Herstellernamen gehandelt werden; zudem werden verstärkt Nachhaltigkeitsthemen – zum Beispiel alternative Kraftstoffe und CO2-Reduzierungsprogramme in den Fokus gerückt, was sich auf Fahrer, Teams und Strategie auswirkt.

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