Hafid Rifi verlässt Asklepios-Kliniken – Entscheid auf eigenen Wunsch getroffen

Hamburg – Hafid Rifi (53), aktuell noch Finanzvorstand der Asklepios Kliniken, gibt seinen Posten zum 31. Mai 2026 freiwillig auf. Der Grund: Er nimmt ein Angebot außerhalb des Unternehmens an. Der Aufsichtsrat und Rifi haben sich darauf geeinigt, die Zusammenarbeit schon früher als zunächst vorgesehen zu beenden.

heute 10:05 Uhr | 2 mal gelesen

Seit 2016 mischt Hafid Rifi als CFO bei Asklepios ordentlich mit. Eigentlich ist er schon seit 2009 im Unternehmen, damals noch für Rechnungswesen, Steuern und Controlling zuständig. Was viele nicht wissen: Unter seiner Leitung öffnete sich Asklepios dem Kapitalmarkt, wagte sich mit Schuldscheindarlehen auf neues Terrain, strukturierte federführend die Übernahme von RHÖN-KLINIKUM AG und schob die Digitalisierung der Finanzabteilung kräftig an – S/4HANA ließ grüßen. Auch Compliance und das ESG-Reporting wurden bei ihm großgeschrieben, was im Krankenhaus- und Gesundheitsbereich leider längst nicht selbstverständlich ist. Rifi selbst sagt, jetzt sei der Moment gekommen, noch mal neu zu starten. Dankbar schaut er zurück, sentimental wird er dabei aber nicht. Asklepios‘ Aufsichtsratschef Ivo Schramm betont, unter Rifis Führung sei der Konzern sowohl organisch als auch anorganisch gewachsen. Seine Finanzpolitik habe für stabile Verhältnisse gesorgt. Benedikt Brörmann übernimmt die CFO-Aufgaben übergangsweise zusätzlich – parallel zu seinem eigentlichen Job als Bereichsleiter Corporate Finance & Treasury. Kann ja heiter werden. Wer Kontakt zu Asklepios sucht, wird auf diversen Kanälen fündig – von Facebook bis LinkedIn. Übrigens: Es gibt auch einen eigenen Pflege-Blog.

Die Entscheidung von Hafid Rifi, den Vorstand der Asklepios Kliniken zu verlassen, erfolgt zu einem für das Unternehmen sensiblen Zeitpunkt: Die Krankenhausbranche steht unter enormem Kostendruck, dazu kommen politische Reformdebatten und ein spürbarer Personalmangel. Rifi war maßgeblich daran beteiligt, dass Asklepios seine Marktposition trotz dieser Herausforderungen ausbauen konnte – etwa durch gezielte Übernahmen und Innovationsprojekte, wie die digitale Transformation der Finanzstrukturen. Für die Nachfolgersuche dürfte dies bedeuten, eine Persönlichkeit zu finden, die neben klassischem Finanz-Know-how auch Fingerspitzengefühl für Veränderungsprozesse und die schwierigen Rahmenbedingungen im Gesundheitssektor mitbringt.

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