Rheinland-Pfalz: CDU vor knapper Spitze – Politbarometer kurz vor Landtagswahl

Kurz vor der Wahl bleibt die CDU in Rheinland-Pfalz die stärkste Kraft – doch die Zahlen bewegen sich kaum. Das 'ZDF-Politbarometer' zeigt: Zwei Parteien liefern sich ein knappes Rennen um Platz eins, und die Koalitionsfrage bleibt spannend.

heute 22:00 Uhr | 5 mal gelesen

Interessant, wie im aktuellen Politbarometer immer noch dieselben Kräfte das Feld anführen – CDU und SPD liegen, wie angewurzelt, bei 29 beziehungsweise 27 Prozent. Zwei Prozent Abstand klingt nach wenig, ist aber momentan dennoch eine Art Mini-Polster für CDU-Spitzenmann Gordon Schnieder. Die AfD, auf Platz drei mit 19 Prozent, scheint sich dort bemerkenswert stabilisiert zu haben, was viele, auch mich, leicht besorgt zurücklässt. Die Grünen bleiben – das ist fast schon langweilig – bei 9 Prozent stehen; weder nach oben noch nach unten regt sich was. Und dann gibt’s da noch das zittrige Bangen: Die Linke krebst bei 5 Prozent, wo jeder Fehler den Einzug in den Landtag kosten kann, während die Freien Wähler mit 4,5 Prozent praktisch auf Abruf stehen. Die FDP, von der man sonst regelmäßig hörte, taucht inzwischen unter 'Sonstige' ab und bleibt mit unter drei Prozent unterm Radar – irgendwie schräg, wenn man bedenkt, dass sie in der aktuellen Landesregierung ja noch mitmischt.

Rheinland-Pfalz steuert auf eine spannende Wahl zu, denn die CDU liegt laut Umfragen weiterhin knapp vor der SPD. Auffällig ist die stabile Position der AfD, die sich fest bei 19 Prozent hält, sowie die Schwäche kleinerer Parteien, insbesondere der FDP, die fast untergeht. Neuere Analysen zeigen zudem, dass Unsicherheiten über mögliche Koalitionen wachsen, da keine klassische Konstellation eine deutliche Mehrheit verspricht. Außerdem äußern viele Bürger laut aktuellen Befragungen Frust über die vagen Wahlprogramme und beobachten die Entwicklungen mit einem gewissen Argwohn. Hinzu kommt: Die Themen Migration, Energiepreise und Bildung bleiben die Hauptanliegen der Wähler, worauf in den letzten Tagen der Wahlkampf deutlich stärker einging.

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