Es ist mal wieder typisch: Die Debatte ums Benzin dreht sich meistens um E-Mobilität oder fossile Kraftstoffe – dabei gäbe es längst Alternativen, die sprichwörtlich auf unseren Äckern wachsen. Minister Rainer stellt klar, dass er Biokraftstoffe wie Biodiesel oder Biomethan nicht nur als Nischenlösung, sondern als Pfeiler für Versorgungssicherheit sieht – gerade angesichts globaler Krisen und unsicherer Lieferketten. Steuerfreiheit für diese Energieträger würde sie im Vergleich zu klassischem Sprit deutlich günstiger machen und Unternehmen ermutigen, endlich auch hierzulande mehr davon zu produzieren. Klar ist für Rainer auch: Elektromobilität wird vor allem bei kleineren Landmaschinen ihre Rolle bekommen, bei Schwergewichten wie Mähdreschern oder großen Traktoren bleibt ein Verbrennungsmotor unverzichtbar – nur eben, im besten Fall, befeuert mit Biokraftstoffen.
Wirklich spannend wird das Ganze angesichts der aktuellen Pläne aus Bundeswirtschaftsministerium, die speziell den kleinen Biogasanlagen das Wasser abgraben könnten. Rainer hält das für fatal, schließlich sind diese Anlagen oft das Rückgrat für erneuerbare Energie im ländlichen Raum. Er fordert, das EEG dürfe hier keine Abstriche machen – die Versorgungssicherheit beginnt schlussendlich im eigenen Dorf, nicht am entfernt gelegenen Ölmarkt. Die Zukunft, so seine Überzeugung, liegt mindestens genauso bei Biodiesel und Biomethan aus regionaler Produktion wie bei Strom aus erneuerbaren Energien.
Minister Rainer fordert eine vollständige Steuerbefreiung für Biokraftstoffe in Deutschland, um deren Einsatz attraktiver zu machen und die lokale Produktion zu fördern. Er kritisiert Vorschläge, kleine Biogasanlagen in der Förderung zu beschneiden, weil gerade sie wichtige Bausteine für die regionale Energieversorgung sind. Nach Recherchen gab es in den letzten zwei Tagen rege politische Diskussionen um die Rolle heimischer Biokraftstoffe: So berichten mehrere Medien von EU-Druck auf Deutschland, die Agrardieselrückerstattung stärker an Umweltkriterien zu koppeln, was wiederum die Biokraftstoffdiskussion neu belebt; außerdem machen sich Umweltverbände Sorgen um Flächenkonkurrenz zwischen Nahrungsmitteln und Energiepflanzen – deren Lösung bleibt politisch umstritten. Weiter bei ZEIT.de war ein Bericht zu lesen, wie in Bayern Bauern vermehrt mit Biogas Wärme und Strom erzeugen und sich so unabhängiger machen, jedoch Investitionen wegen unfertiger Regelungen stocken. Auf t3n.de wurde die technologische Entwicklung neuer Verwertungswege etwa von Gülle und Ernteresten hervorgehoben, während auf FAZ.net politische Uneinigkeit über die zukünftige Einbettung von Biokraftstoffen in den Energiemix besteht.