Was passiert eigentlich, wenn Millionen Musikbegeisterte das Radioprogramm übernehmen? Am 14. Mai, dem Feiertag Christi Himmelfahrt, gibt’s darauf eine ziemlich spannenden Antwort: Unter dem Slogan „Deutschland spielt verrückt – der Wunschhit-Marathon“ überlassen die ARD-Popradios acht Stunden lang das Ruder ihrem Publikum. Von 10:03 bis 18:00 Uhr läuft bei MDR JUMP, WDR 2, SWR3, hr3, SR 1, NDR 2, Bremen Vier, rbb 88,8 und BAYERN 3 tatsächlich das, was sich die Leute da draußen wünschen – und das bitte schön mit den zugehörigen Erinnerungen, Anekdoten und allem Drumherum. SWR3 steuert das Ganze aus Baden-Baden, aber eigentlich ist ganz Deutschland on air.
Darunter sind dann garantiert nicht nur die üblichen Ohrwürmer! Seien wir ehrlich: Dass Oma ihren Schlager aus den Siebzigern wiederhören will oder der Nachbar endlich mal zu seinem Hardrock-Helden abgehen kann, macht den Reiz aus. Wer möchte, kann seine Lieblingshits schon ab dem 2. Mai einreichen oder sogar noch am Tag selbst. Und nicht jeder Song kommt kommentarlos durch: Es sind die kleinen Geschichten der Hörer, persönliche Begründungen und schnurrige Erinnerungsfetzen, die dem Ganzen diesen besonderen Charme geben.
Auch das Moderatoren-Team wechselt munter – jede Stunde schalten sich Stimmen aus anderen Ecken Deutschlands dazu. Statt perfekt durchkomponierter Radiomechanik gibt’s also einen Flickenteppich aus Dialekten, Meinungen und regionalen Stimmungen. Dieses kontrollierte Durcheinander wirkt überraschend bodenständig und nahbar.
Mit dabei ist natürlich die digitale ARD-Sounds-Plattform. Sie bringt die Show auf alle erdenklichen Geräte – ob per Sprachassistent in der Küche, auf dem Smartphone im Park oder direkt aus dem Autoradio. Das Ganze hat fast was von einem musikalischen Volksfest, nur ohne Rummelplatz – und trotzdem ziemlich viel Energie.
Ein Wunschkonzert für ganz Deutschland: Erstmals überträgt der Großteil der ARD-Popradiosak über acht Stunden hinweg ein gemeinsames, ausschließlich von den Hörern zusammengestelltes Programm – inklusive ihrer Geschichten und Anekdoten zu den Songs. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt: Von nostalgischen Rückblicken zu aktuellen Lieblingssongs und kuriosen Überraschungen ist alles möglich, wobei die begleitenden Einspieler und Moderationswechsel eine lebendige, manchmal sogar chaotische Authentizität schaffen. Recherchen bei Zeitungsportalen ergaben, dass das Event als Zeichen gegen die Eintönigkeit und den Algorithmus-Einheitsbrei im Musikradio verstanden wird und mit knappen 20 Millionen erreichten Hörerinnen und Hörern möglicherweise zum größten interaktiven Radioevent des Jahres avancieren könnte.