Filipe Fesseler verkörpert einen Ansatz, der Individualität und hohe Verbindlichkeit zusammenführt: Als Personal Trainer fokussiert er sich gezielt auf eine kleine Gruppe handverlesener Führungspersönlichkeiten in Berlin. Seine Erfolgsquote von 91 Prozent belegt, dass nach seinem maßgeschneiderten Programm viele Unternehmerinnen und Unternehmer ausdauernd am Ball bleiben. Das hebt sich ab vom weit verbreiteten Standard-Angebot der Branche, bei dem oft Masse über Klasse geht. Laut Recherche steht Fesseler mit diesem exklusiven, engmaschigen Betreuungskonzept im Trend: Immer mehr Zeit- und Leistungsdruck-geplagte Berufstätige schätzen diese Verbindlichkeit und das Gefühl, dass ihr Coach tatsächlich die Extrameile für sie geht. Die hohe Durchhaltequote ist möglicherweise auch ein Anzeichen dafür, dass Motivation und langfristige Routine eher durch Nähe, Verbindlichkeit und individuelle Ansprache entstehen – keineswegs automatisch durch ins Leere gesendete Trainingspläne. Interessant: Verschiedene Medienberichte beschreiben einen Wandel bei der Zielgruppe, die zunehmend nach gezielten, alltagsnahen Lösungen verlangt. Eine Herausforderung bleibt jedenfalls: Wie lässt sich eine persönliche Beziehung und Kontinuität im – teils digitalen – Trainer-Klienten-Verhältnis langfristig aufrechterhalten? Das bewusste Limitieren der Klientenzahl scheint ein ziemlich menschlicher, wenn auch ungewöhnlicher Ansatz.