Rekordhoch an deutschen Zapfsäulen: Kraftstoffpreise im April auf Allzeitmaximum

Nirgendwo sonst zahlten Autofahrer je mehr: Im April 2026 kletterten die Spritpreise in Deutschland auf ungeahnte Höhen. Durchschnittlich wurden 2,109 € pro Liter Super E10 und satte 2,263 € für Diesel aufgerufen, so der ADAC.

heute 15:01 Uhr | 1 mal gelesen

Mal ehrlich, kaum einer hatte wohl Lust, im April 2026 an die Tankstelle zu fahren. Die Preise für Diesel und Benzin schraubten sich in Deutschland in neue Rekordhöhen – der durchschnittliche Liter Diesel war fast zehn Cent teurer als noch im März. Am 7. April toppte der Dieselpreis mit überraschenden 2,446 € je Liter alles bisher Dagewesene, während Super E10, am Tag zuvor, mit 2,191 € fast an das alte Rekordniveau von vor vier Jahren heranreichte. Bemerkenswert dabei: Obwohl der Ölpreis und der Wechselkurs eigentlich günstiger waren, griffen die Spritpreise nach oben aus – ab 1. April gilt in Deutschland das ‚Österreich-Modell‘, was aber offenbar keine Entspannung brachte. Darüber hinaus senkte der Staat ab Mai die Energiesteuer um 17 Cent pro Liter. Der sogenannte ‚Tankrabatt‘ sollte entlasten, doch der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) mahnte an, dass dieser Vorteil gar nicht komplett bei den Verbraucher:innen ankommt – die Mineralölkonzerne, so die Befürchtung, könnten den Löwenanteil schlucken. Ramona Pop vom VZBV sprach sogar von einem drohenden ‚Konzernrabatt‘ statt echter Entlastung, forderte direkte Auszahlungen und eine unabhängige Marktüberwachung durch das Kartellamt. Der Tankrabatt bleibe das falsche Instrument – besser wären gezielte Hilfen sowie Schub für E-Mobilität oder einen günstigeren Nahverkehr. Nur so lasse sich die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen verringern. In diesen Debatten schwingen, ehrlich gesagt, auch viel Frust und Unsicherheit vieler Menschen mit – und wer kann ihnen das verdenken?

Im April 2026 zeigten sich die Auswirkungen steigender Ölpreise und politischer Maßnahmen wie dem sogenannten Österreich-Modell besonders drastisch an deutschen Tankstellen: Mit über 2,44 € pro Liter Diesel und 2,19 € für Super E10 erreichte das Tanken neue Preisrekorde – und das, obwohl eigentlich die globalen Einflussfaktoren wie Rohölpreis und Wechselkurs günstiger ausfielen. Nach Recherchen deutscher Medien gibt es Hinweise darauf, dass der geplante Tankrabatt nur teilweise bei den Autofahrer:innen ankommt, da Teile der Entlastung offenbar an Mineralölunternehmen weitergegeben werden; der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert daher konseuentes Eingreifen durch das Bundeskartellamt. Aktuelle Artikel sprechen auch von wachsenden Protesten gegen die steigenden Lebenshaltungskosten, Diskussionen über gerechtere Mobilitätskonzepte und politische Forderungen nach Beschleunigung der Energiewende (Quellen: Süddeutsche Zeitung, Spiegel, Zeit Online). Zusätzlich wird berichtet, dass trotz des Tankrabatts auch die Kapitalisierung von Mineralölkonzernen während der aktuellen Preiskrise deutlich zunimmt, während auf politischer Ebene eine Neubewertung des Subventionsmodells für fossile Kraftstoffe diskutiert wird.

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