Der Januar zeigt auf dem Papier eine klare Entwicklung: Das Statistische Bundesamt meldete einen merklichen Rückgang der Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahr, genauer gesagt: minus 3,0 Prozent gegenüber Januar 2025. Auf den ersten Blick klingt das nach einer Erleichterung – und ja, Haupttreiber waren diesmal tatsächlich die deutlich gesunkenen Energiepreise. Nicht alles aber wird günstiger: Während Verbrauchsgüter billiger wurden, zogen Investitionsgüter, langlebige Konsumgüter und Vorleistungsgüter weiter an. Rechnet man die Energie heraus, ergibt sich sogar ein Plus von 1,2 Prozent zum Vorjahresmonat.
Ein Blick in die Details fördert einige Überraschungen zutage. Energie wurde insgesamt 11,8 Prozent günstiger, und bei Erdgas liegt das Minus sogar bei 13,7 Prozent – Strom um 11,2 Prozent billiger, Fernwärme kaum verändert. Der leichte Preisanstieg bei Mineralölprodukten (im Monatsvergleich) hängt kurioserweise mit teureren CO2-Zertifikaten zusammen. Auch im Kleingedruckten gibt es Bewegung: Leichtes Heizöl wurde günstiger als im Vorjahr, aber schon teurer als im Vormonat. Typische Zickzackbewegung. Interessantes am Rand: Während Butter um fast die Hälfte günstiger wurde, machte etwa Rindfleisch einen Preissprung von über 24 Prozent. Edelmetalle schossen in der Preisliste nach oben – ein stolzes Plus von 68 Prozent.
Metalle insgesamt, Holzprodukte oder Pellets sind ebenfalls teurer geworden. Glasprodukte? Teils teurer (wie Flachglas), teils billiger (Hohlglas). Dagegen sanken Preise für chemische Rohstoffe, Papier und manche Futtermittel. Vieles bewegt sich turbulent – ein ideales Feld für Tüftler und Zweifler, die sich fragen: Hängen diese Schwankungen vielleicht stärker mit globalen Lieferketten, geopolitischen Störungen oder heimischen Fördermaßnahmen zusammen, als mit der Konjunktur? Einfache Antworten bleiben da aus. Aber ein kleiner Trost: Die deutschen Unternehmen atmen da und dort sicher mal kurz auf, auch wenn dauerhafte Entspannung wohl ein ferner Traum ist.
Der Rückgang der Erzeugerpreise um 3,0 Prozent im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahr wurde vorrangig durch günstigere Energiepreise verursacht. Besonders auffällig sind die starken Reduktionen bei Erdgas und elektrischem Strom, während Investitions- und Vorleistungsgüter, aber auch bestimmte Metalle und Holzprodukte teurer wurden. Trotz dieser Trendwende bei den Energiepreisen stehen viele produzierende Unternehmen weiterhin vor Herausforderungen, etwa durch gestiegene Kosten in anderen Rohstoffbereichen und Unsicherheiten am Weltmarkt. In anderen aktuellen Berichten – etwa bei taz und ZEIT Online – wird auch die internationale Komponente betont: Globale Schwankungen in Rohstoff- und Energiehandel beeinflussen die deutsche Produzentenlandschaft stärker denn je, und Lieferkettenprobleme halten die Preisentwicklung auf Trab. Experten warnen davor, die aktuellen Rückgänge als nachhaltige Trendwende zu interpretieren, da wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten weiterhin Bestand haben. Hinzu kommt, wie beispielsweise auf spiegel.de berichtet, dass sich viele mittelständische Unternehmen trotz kurzfristiger Preisvorteile auf weiterhin herausfordernde Monate einstellen. Aktuelle Analysen von t3n und The Local zeigen zudem, dass politische Eingriffe und staatliche Energiehilfen einen erheblichen Effekt auf Preisentwicklungen haben und künftige Markteingriffe schon in Diskussion sind.