Falco-Gedenkstätte in Puerto Plata eingeweiht: Ein emotionaler Moment für Fans

Puerto Plata – Überraschung des Abends: Ein Luftwaffenmajor überreicht eine verloren geglaubte Falco-Uhr an die Stiftung.

heute 10:22 Uhr | 3 mal gelesen

Der vergangene Abend in Puerto Plata fühlte sich an wie eine Reise zwischen Kontinenten und Generationen – mal feierlich, mal beinahe surreal. Die erste Ansprache kam von Ronald Seunig, Chef der Falco Privatstiftung. Beteiligt: der Bürgermeister Héctor Almonte, Konsul Ewald Engert, Organisator Thomas Ruf und Stiftungsmanager Wolfgang Kosmata, die allesamt mit sichtbarer Freude das neue Falco Memorial präsentierten. Das Denkmal selbst, das an das berühmte Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof angelehnt ist, vereint weißen und braunen Marmor zu einer Art poetischen Hommage – Falco, der Nachtschwärmer, bekommt an der karibischen Küste seine ganz eigene Bühne. Persönliche Videobotschaften von langjährigen Wegbegleitern wie der Falco Band, Rudi Dolezal oder Fotograf Rainer Hosch verstärkten das Gefühl, dass hier ein Stück Musikgeschichte weiterlebt und irgendwie auch global zusammenrückt. Auch Carmen, die mit Tänzerinnen und Falco-Songs das Publikum begeisterte, blieb vielen als lebendiges Bindeglied zwischen Epochen im Gedächtnis. Wer nicht dabei sein konnte, hatte immerhin digital mithilfe eines Livestreams die Möglichkeit – so sahen Fans weltweit zu. Doch am meisten bewegte ein scheinbar kleiner, aber ikonischer Moment: Major Secundino Gonzalez Valdez, der damals am Unfallort war, brachte nach Jahren Falcos Uhr zurück. Sie war nach all der Zeit auf wundersame Weise erhalten geblieben. Nun ist sie Teil der Sammlung, die das Leben (und den Tod) eines faszinierenden Musikers dokumentiert. Ein Interview mit dem Major folgt – vielleicht erfahren wir dann noch mehr über jene Nacht, in der alles endete.

Die Eröffnung des Falco Memorials in Puerto Plata war für Fans und Beteiligte ein tief bewegender Moment, der weit über die Enthüllung eines Denkmals hinausging. Neben Zeugnissen aus verschiedensten Lebensabschnitten Falcos wurde ein bislang verschollen geglaubtes Erinnerungsstück – eine Uhr – offiziell an die Stiftung übergeben, was der Veranstaltung eine besonders emotionale Note verlieh. Rund um Falcos Tod 1998 ist immer noch vieles offen, und durch die Übergabe der Uhr durch Major Valdez und das angekündigte Interview erhält die Aufarbeitung zudem einen ganz neuen, beinahe detektivischen Charakter. Zusätzliche Details aus aktuellen Medienrecherchen: Der Hype um Falco scheint weiterhin ungebrochen zu sein – der Hype Revival zeigt sich nicht nur in karibischen Ehren, sondern auch in diversen Projekten, die an das Musik-Genie erinnern. So fand beispielsweise eine neue Ausstellung in Wien zu Falcos Einfluss auf zeitgenössische Musiker statt, begleitet von Diskussionsrunden, in denen Musiker:innen und Fans debattierten, wie Falcos Musik im Jahr 2024 weiterlebt. Auf Social Media sorgt die unerwartete Rückgabe der „Falco-Uhr“ für regen Austausch, viele Nutzer:innen teilen ihre ganz eigenen Erinnerungen an Songs wie „Rock Me Amadeus“ und die 80er, aber auch kritische Stimmen über den Umgang mit Legenden werden laut: Wieviel Heldenkult ist angemessen und wie geht man mit solchen Erinnerungsstücken eigentlich verantwortungsvoll um? All das verleiht der Falco-Persona neuen Diskussionsstoff in Fan- und Medienkreisen.

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