Felix Banaszak, Grünen-Chef, warnt davor, die Bevölkerung mit hitzigen öffentlichen Debatten über eine europäische Atombombe zu beunruhigen und kritisiert damit indirekt Joschka Fischer, der kürzlich eine atomare Aufrüstung der EU ins Spiel brachte. Banaszak befürwortet Gespräche über die Verteidigungsfähigkeit Europas, plädiert aber dafür, diese hinter verschlossenen Türen zu führen, um unnötige Ängste in der Gesellschaft zu vermeiden. Hintergrund der Debatte ist die unsichere geopolitische Lage – besonders nach dem russischen Angriff auf die Ukraine rücken Fragen nach dem Selbstschutz und der Abschreckung Europas verstärkt ins Zentrum politischer Diskussionen. International wächst der Druck auf die europäischen Staaten, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen und eigene militärische Kapazitäten auszubauen; Bundesregierung und EU-Staaten streiten jedoch über den richtigen Weg, da das Thema nukleare Abschreckung seit Jahrzehnten hoch umstritten ist. Laut aktuellen Berichten unterschiedlicher Medien gibt es vermehrte Vorstöße, die europäische Verteidigungsfähigkeit zu stärken – etwa durch engere Kooperation mit Frankreich im Bereich der Nukleardoktrin oder durch Investitionen in Militärtechnologie. Die Debatte ist allerdings vielschichtig – befürwortet wird mehr Unabhängigkeit von den USA, kritisiert werden Vertrauensverluste und potenziell gefährliche Rüstungsdynamiken.