Frischer Schnellladepark an der A8: Neue Energie-Tankstelle bei Rutesheim geht an den Start

Bei Stuttgart macht ein weiterer Schnellladepark für E-Autos auf: Die Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH hat auf dem Heckengäu-Parkplatz an der A8 offiziell ultraschnelle Lademöglichkeiten bereitgestellt, ein Schritt mehr im deutschlandweiten Ausbau moderner Ladeinfrastruktur.

heute 13:10 Uhr | 3 mal gelesen

Gerade an der A8, am meist eher unscheinbaren Parkplatz mit WC Heckengäu in Fahrtrichtung Salzburg, wurde heute ein Schnellladepark in Betrieb genommen – mitten im grünen Band der deutschen Autobahnen. Vier neue Ladeplätze mit beeindruckenden 400 kW Leistung stehen nun für E-Autofahrer bereit, je nachdem, wie leer und aufnahmefreudig der Akku gerade ist. Wer zu zweit per Kabel zapft, kommt immerhin noch auf 200 kW pro Fahrzeug – auch nicht schlecht und gewiss ein Argument für kurze Pipipausen mit maximaler Reichweite. Der Betreiber autostrom plus GmbH hat an alles gedacht: verschiedene Karten, Debit, Kredit – alles geht zum Bezahlen. Hinter dem Ganzen steckt das große Projekt „Deutschlandnetz“, mit deutschlandweit 9.000 neu geplanten Schnellladepunkten. Die meisten dieser Stationen entstehen entweder irgendwo zwischen Feld und Dorf oder eben an Deutschlands viel befahrenen Transitadern – wie hier. 200 Standorte direkt an den Autobahnen, 900 abseits der Schnellstraßen. Das 2026 fertig wird, darauf soll man sich wenigstens verlassen können. Und falls man noch nach Zahlen sucht: Die autostrom plus GmbH will allein 99 Schnellladeparks an nicht bewirtschafteten Rastplätzen bauen – Schwerpunkt Ost und Süd. Der Strom? Natürlich grün, wie es sich gehört, und die Preise: fair und transparent, so das offizielle Versprechen. Der öffentliche Schulterschluss aus Autobahn GmbH, Ministerium und Privatwirtschaft gibt sich jedenfalls im Schulterschluss betont optimistisch. Ob das tatsächlich der große Durchbruch für die E-Mobilität wird? Es bleibt abzuwarten, aber der Anfang ist gemacht.

Mit dem neuen Schnellladepark an der A8 präsentiert die Autobahn GmbH einen weiteren Baustein für die flächendeckende Ladeinfrastruktur in Deutschland. Das Vorhaben ist Teil des großangelegten Deutschlandnetzes, das bis 2026 die E-Mobilität durch 1.000 Standorte (davon 200 an Autobahnen) mit insgesamt 9.000 Schnellladepunkten voranbringen soll. Betreiber wie autostrom plus setzen dabei auf höchste Ladeleistungen, nutzerfreundliche Bezahloptionen und 100 Prozent Ökostrom. In den vergangenen Tagen gab es deutschlandweit kontroverse Debatten darüber, ob das Tempo des Netzausbaus angesichts ehrgeiziger Klimaziele ausreicht oder weitere Förderanreize nötig sind. [Zusätzliche Recherche]: Laut aktueller Berichte sind die Hürden für E-Auto-Fahrer weiterhin vielfältig, etwa durch regionale Unterschiede im Ausbau und durch gelegentliche Ladeprobleme, weil manche Schnelllader an Peak-Tagen ausgelastet oder defekt sind. Die Bundesregierung hat angekündigt, zusätzliche Maßnahmen und Standards einzuführen, um Ausfälle besser zu melden und den Zugang zu Ladestationen weiter zu vereinfachen (z.B. nationales Roaming, einheitliche Bezahlmöglichkeiten). Im Vergleich zu anderen Ländern liegt Deutschland bei der Ladeinfrastruktur fortschrittlich im europäischen Mittelfeld, allerdings berichten viele Fahrer über eine komplexe Anbieter- und Tariflandschaft, weshalb die politischen und wirtschaftlichen Akteure neue gesetzliche Vorgaben für sinkende Einstiegshürden und bessere Verbraucherfreundlichkeit diskutieren.

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