Gemeinsam gegen Flussmüll: Wie PLAN-B NET ZERO und everwave neue Maßstäbe setzen

Berlin – Alles auf Anfang für 2026: PLAN-B NET ZERO schließt sich mit dem Umwelt-Start-up everwave aus Aachen zusammen. Die Devise dahinter – für jeden Euro wird ein Kilo Müll aus Flüssen geholt. Zum Auftakt wurden in Kambodscha 10.000 Kilogramm Abfall eingesammelt.

heute 14:22 Uhr | 5 mal gelesen

Unfassbar eigentlich, aber es landen jedes Jahr etwa elf Millionen Tonnen Plastikabfälle in unseren Meeren. Stellen wir uns mal vor – ohne entschlossene Aktionen wären das in gut 15 Jahren fast drei Mal so viele. Die Wurzel liegt, laut Untersuchungen, bei rund 1.656 Flüssen, die rund 80 Prozent des Plastiks ins Meer befördern. Das Team von everwave hat aufgerüstet: In Ländern wie Kambodscha, Albanien und Thailand wurden bereits mehr als 2,4 Millionen Kilo Plastik aus dem Wasser geholt. Kein Hexenwerk, sondern das Ergebnis aus smarten Müllbooten, Barrieren und jeder Menge Handarbeit – alles, um das Zeug abzufangen, bevor es auf tiefe See abdriftet. Neu dabei: Mobile Sortiertechnik und Recycling direkt vor Ort. Mithilfe von KI werden die Sammelrouten noch effizienter gestaltet – eine Art Navigationssystem fürs Müllfischen, wenn man so will. Der Auftakt der neuen Partnerschaft mit PLAN-B NET ZERO startete in den Flüssen rund um kambodschanische Städte. Die Hauptidee der beiden Initiatoren? „Wir wollen aus sauberer Energie auch echten Umweltschutz machen, denn ein nachhaltiger Planet ist die Basis für alles Weitere“, so Julia Schnitger, Pressesprecherin von PLAN-B NET ZERO. everwave arbeitet Hand in Hand mit lokalen Gemeinschaften, sodass die Aktionen auch langfristig etwas bewegen und nicht bloß ein Tropfen auf den heißen Stein bleiben. Ein paar Sätze zur Technik: PLAN-B NET ZERO verfolgt das Ziel, erneuerbare Energie nicht nur als Produkt, sondern als Teil eines modernen Lebensgefühls zu etablieren. Mit digitalen Services, cleveren Softwarelösungen und gezielten Zusatzangeboten rund um die Energieversorgung wird daraus ein integriertes Nutzungserlebnis. Nicht nur Zahlen, sondern greifbarer Alltag – so jedenfalls der Plan. Noch Fragen? Ansprechpartnerin bleibt Julia Schnitger (presse@planbnetzero.com). Wer mag – auch online unter planbnetzero.com.

Fasst man das Ganze zusammen, geht es im Kern darum, wie zwei sehr unterschiedliche Unternehmen (PLAN-B NET ZERO im GreenTech-Bereich und everwave aus dem Sektor der Flussreinigungen) Umweltschutz und Digitalisierung verbinden. Während everwave große Mengen Plastik lokal aus Flüssen fischt, sorgt PLAN-B NET ZERO für klimafreundliche Energie und bindet Umwelt-Aktionen in ein modernes Services-Angebot ein. Ihre kombinierte Initiative, vorerst in Kambodscha, zeigt, wie Klimaschutz pragmatisch wirkt, wenn technische Innovation auf einen handfesten Sinn für Kollaboration trifft. Aktuell diskutiert die Politik verstärkt über die Plastikstrategie der EU und deren Umsetzung in Deutschland, wie auch die taz berichtet. Parallel dazu greifen Unternehmen verstärkt in das Problem „Kunststoffverschmutzung“ ein: Laut Spiegel.de haben deutsche Clean-up-Initiativen in Südostasien binnen eines Vierteljahres tausende Tonnen Abfälle gesammelt. Gleichzeitig betonen Expert:innen wie in der SZ, dass ohne systematischen Wandel bei Produktion und Recycling solcher Projekte allein nicht reichen, um das Plastikproblem zu lösen.

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