Die Bundesregierung hat nach langem Ringen grünes Licht für ein umstrittenes Atombrennstoff-Projekt in Lingen gegeben, bei dem französische und russische Unternehmen kooperieren sollen. Kritiker sehen die Gefahr, dass Deutschland – wie schon bei der Gaskrise und Gazprom – erneut von russischer Technologie und Einfluss abhängig werden könnte, was angesichts der aktuellen geopolitischen angespannten Lage ein erhebliches Risiko birgt. Kurzfristig liegt es nun am niedersächsischen Umweltministerium, ob die Produktion tatsächlich beginnt, während viele Stimmen – darunter auch Umweltschützer und Oppositionspolitiker – Transparenz und alternative Wege fordern. Von anderen aktuellen Artikeln zu diesem Thema: Die Süddeutsche Zeitung hebt hervor, dass durch das Projekt energiepolitische Grundsatzfragen aufgeworfen werden – insbesondere, ob angesichts der Ukraine-Krise eine neue russische Abhängigkeit gerechtfertigt ist (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Die ZEIT diskutiert die fehlende öffentliche Debatte und die Entscheidungsmacht der Landesregierung – mit dem Hinweis, dass Umweltminister Meyer sich bereits mehrfach sehr kritisch zum Thema geäußert hat (Quelle: Zeit Online). Die FAZ beleuchtet die internationalen Reaktionen, insbesondere die amerikanische Besorgnis und die europäische Debatte um Sanktionen gegen Russland, was den deutschen Sonderweg in ein schwieriges Licht setzt (Quelle: FAZ).
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