Gasversorgung: Reiche fordert Notfallplan für den Winter 2027

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant ein spezielles Sicherheitsnetz für die Gasversorgung, sollte es in Zukunft zu außergewöhnlichen Störungen kommen.

heute 20:38 Uhr | 2 mal gelesen

Wenn der Winter 2027 vor der Tür steht und die Kälte ein letztes Mal anklopft, dann soll ein neues Kriseninstrument greifen – zumindest, wenn es nach Katherina Reiche geht. Im Gespräch mit dem 'Handelsblatt' ließ die Ministerin durchblicken: Man wolle vorbereitet sein, noch bevor das dicke Ende kommt. "Kein Automatismus, sondern Maßarbeit," betont Reiche und stellt klar, dass aktuell geprüft wird, welches Notfallsystem im Fall der Fälle hilft. Sie denkt laut über eine Art strategischer Gasreserve nach, die an das österreichische Modell erinnert, hält sich aber noch Optionen offen. Sabotage, das Marktgeschehen, politische Manöver – alles scheint als potenzieller Störfaktor auf dem Radar, aber Reiche warnt davor, vorschnell alles über einen Kamm zu scheren. Die Speicher für den kommenden Winter seien laut ihren Angaben ausreichend gefüllt, zudem stünden unterschiedliche Importwege offen. Kurzum: Panikmache bringt nichts – aber ein Plan B schadet auch nicht. Und ehrlich, wer will schon bei eisigen Temperaturen böse Überraschungen erleben?

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigt ein Kriseninstrument zur Absicherung der Gasversorgung ab dem Winter 2027 an. Es wird diskutiert, ob eine strategische Gasreserve, wie sie Österreich unterhält, in Deutschland umgesetzt werden sollte – eine endgültige Entscheidung dazu ist jedoch noch offen. Aktuell sei die Gasversorgung für den kommenden Winter dank gefüllter Speicher und diverser Importmöglichkeiten gesichert. Interessant ist, dass das Thema Energieversorgung und Resilienz derzeit vermehrt in politischen Debatten und Medienkommentaren aufgegriffen wird, nicht zuletzt hervorgerufen durch den Ukraine-Krieg und zunehmende geopolitische Spannungen. Laut aktuellen Berichten von Zeit Online und FAZ wird in der Branche kontrovers diskutiert, inwiefern strategische Reserven wirklich notwendig sind oder ob flexible Marktmechanismen ausreichen. Die öffentliche Angst vor Sabotageaktionen auf Infrastrukturen, wie im Vorjahr bei Nord Stream, verstärkt die Forderungen nach umfassender Absicherung.

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