Kritik an Öffentlich-rechtlichen: Vertrauen durch KI-Skandal erschüttert

Nach dem jüngsten Vorfall, bei dem alte Bilder aus dem Jahr 2022 mit einem KI-generierten Kontext vermischt wurden, meldet sich Stephan Brandner von der AfD wortgewaltig zu Wort: Für ihn ist der lang gehegte Zweifel an der Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur bitteren Realität geworden.

heute 18:48 Uhr | 2 mal gelesen

Eigentlich, so könnte man meinen, wäre das Vertrauen in die 'Anstalten' schon seit Jahren auf einer wackeligen Basis gebaut. Zehn Milliarden Euro pro Jahr – man kann sich schwer vorstellen, wie gewaltig diese Summe ist, während die Sender immer noch gelegentlich ins Fettnäpfchen treten und 'alte Kamellen' durch künstliche Intelligenz aufhübschen. Brandner von der AfD hält nichts von der Erklärung, es sei lediglich ein Versehen gewesen. Viel zu perfekt seien die Ausreden, zu inkonsequent die Konsequenzen. Er argumentiert, das gehe weit über einen peinlichen Einzelfall hinaus: In seinen Augen handle es sich um eine systemische Krise, bedingt durch ein gebührenfinanziertes Konstrukt, das sich dem Wettbewerb entzieht. Die AfD fordert: Schluss mit Gebühren, hin zu einem 'Grundfunk', der Transparenz und Gründlichkeit garantiert. Wenig schmeichelhaft für die Öffentlich-Rechtlichen – und nicht ohne scharfe Rhetorik. Ich frage mich allerdings manchmal, ob wir mit der Forderung nach Abschaffung von allem nicht vielleicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Aber Zweifel? Brandner lässt davon in seiner Stellungnahme kaum einen Funken erkennen.

Stephan Brandner, stellvertretender Bundessprecher der AfD, kritisiert den öffentlich-rechtlichen Rundfunk scharf wegen des Missbrauchs von KI-generierten Inhalten und dem Einsatz von älterem Bildmaterial in irreführenden Zusammenhängen. Er sieht darin kein zufälliges Versehen, sondern einen Beleg für eine tiefergehende Krise des Systems, das durch Pflichtbeiträge finanziert werde und die Akzeptanz in der Bevölkerung immer weiter verliere. Auf taz.de wird etwa berichtet, dass der aktuelle Vertrauensverlust nicht nur durch diesen einen Vorfall befeuert wird: Vielmehr spielen steigende Unsicherheit über Nachrichtenquellen und Debatten um Transparenz bei ARD und ZDF eine zentrale Rolle. Die Frage, wie künftig mit KI und Bildmaterialien umzugehen ist, steht inzwischen im Zentrum zahlreicher medienpolitischer Debatten – und nicht nur rechtspopulistische Stimmen pochen auf Reformen und mehr öffentliche Kontrolle. Während andere Quellen wie die Süddeutsche Zeitung ebenfalls den Vorfall kritisch begleiten, weisen sie zudem auf die Notwendigkeit und Komplexität eines grundlegenden Wandels hin, der gesellschaftlich breite Debatten voraussetzt.

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