Die Auflösung des Liefervertrags zwischen Rosatom und Siemens Energy für das Atomkraftwerk Paks II in Ungarn markiert einen bemerkenswerten Einschnitt im Projekt: Ursprünglich als Schlüsselpartner für die Steuerungstechnik eingeplant, verliert Siemens Energy aufgrund ungeklärter Differenzen und trotz der Aussage, dass keine sanktionsrechtlichen Hürden vorlagen, seinen Einfluss auf das Großprojekt. Während Rosatom betont, der Verlust sei vernachlässigbar – angeblich seien weniger als vier Prozent der Ausrüstung betroffen –, steht nun die Suche nach neuen Zulieferern im Raum, wobei auch europäische Anbieter in Frage kommen können. In aktuellen Medien wird darauf verwiesen, wie politisch und wirtschaftlich aufgeladen die Zusammenarbeit mit Russland insbesondere im Nuklearsektor ist; noch ist offen, wie sich dies auf die ungarische Energiepolitik und die Sicherheit der Versorgung auswirkt, zumal auch Ungarn als EU-Mitglied einen schwierigen Spagat vollzieht. Inzwischen berichten mehrere Nachrichtenquellen, dass Rosatom auch wegen allgemeiner geopolitischer Unsicherheiten und schärferer Kontrollen international nach Ersatz für europäische Technologie sucht. Die EU-Kommission beobachtet das Projekt weiterhin kritisch, da Paks II unter besonderer Beobachtung hinsichtlich Abhängigkeiten von russischer Technik und politischer Einflussnahme steht.
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