Wer momentan im Saarland unterwegs ist, hat bei den Spritpreisen eindeutig die Nase vorn. Nicht nur Super E10 gibt es hier mit durchschnittlich 1,715 Euro je Liter am preiswertesten, auch Dieselfahrer kommen günstiger davon: Durchschnittlich kostet der Liter Diesel 1,669 Euro. Merkwürdig, diese stabile Spitzenposition. In anderen Bundesländern sieht die Welt ganz anders aus. Nehmen wir mal Mecklenburg-Vorpommern – dort zahlt man für einen Liter Diesel satte 1,768 Euro, also fast zehn Cent mehr als im Saarland. Noch ein Wort zu Sachsen-Anhalt: Auch hier haben die Kraftstoffpreise kürzlich einen unrühmlichen Rekord aufgestellt.
Woran liegt das? Ein entscheidender Faktor ist offenbar die Nähe zu Luxemburg, wo die Benzinpreise aus verschiedenen Gründen schon immer niedriger waren. Viele Saarländer tanken regelmäßig im Nachbarland, der daraus resultierende Preisdruck wirkt sich anscheinend direkt auch im Inland aus. Dazu kommt, dass hier vergleichsweise viele Menschen recht nah beieinander wohnen – Konkurrenz unter den Tankstellen belebt eben das Geschäft.
Übrigens empfiehlt der ADAC allen Autofahrern regelmäßig die Preise zu vergleichen, am besten online oder per App. Und noch ein Tipp: Abendliche Tankstopps lohnen sich, denn im Vergleich zu den Morgenpreisen kann man gut und gerne 13 Cent je Liter sparen. Apropos Preise: Damit die Erhebung möglichst aussagekräftig ist, wurden über 14.000 Tankstellen analyisiert – die Ergebnisse spiegeln den Stand vom 17. Februar 2026 wider.
Mehr Details und aktuelle Preisübersichten findet ihr übrigens auf der Seite des ADAC. Und falls jemand beim Presseteam nachfragen will: Die ADAC-Kommunikation ist für Rückfragen offen.
Im aktuellen Bundesländervergleich scheint das Saarland seinen Ruf als Benzin-Hochburg zu behaupten – und zwar beim Super E10 wie auch beim Diesel. Interessanterweise spielt neben geografischen Gegebenheiten und einer regional dichte Tankszene auch die Nähe zu Luxemburg eine Rolle. Was vielen Autofahrern womöglich nicht bewusst ist: Bereits durch den richtigen Zeitpunkt – meist abends – lassen sich häufig einige Cent sparen.
Laut Tagesschau sorgt die volatile Preisentwicklung insbesondere an den deutschen Tankstellen für Unruhe – aktuell stiegen die Preise bundesweit leicht an, dabei werden regionale Unterschiede immer deutlicher sichtbar (Quelle: Tagesschau). Die Süddeutsche Zeitung berichtet passend dazu, dass sich die Politik derzeit mit neuen Vorschlägen zur Entlastung der Autofahrer und zur Regulierung von Mineralölkonzernen beschäftigt (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Der Spiegel analysiert in einem aktuellen Hintergrundartikel, wie globale Ölpreisschwankungen zunehmend lokale Preisgefälle bei Benzin und Diesel bedingen und fordert mehr Transparenz von Anbietern (Quelle: Der Spiegel).