Eigentlich, so betont Hillary Clinton, hätten sie und ihr Mann stets Transparenz im Epstein-Komplex gefordert – vollständige Offenlegung der Dokumente, alles auf den Tisch. Interessant daran: Ein Gesetz, das genau das garantieren sollte, sei einst mit republikanischer Mehrheit durch den Kongress gegangen und von Trump selbst unterschrieben worden. "Die Verwaltung findet jedoch immer wieder Schlupflöcher, um das Gesetz zu umgehen und den Präsidenten zu schützen", wirft sie der amerikanischen Regierung vor. Das alles rund um den berüchtigten Jeffrey Epstein, der über viele Jahre hinweg minderjährige Mädchen missbrauchte – und mit einflussreichen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft verkehrte, selbst nach seiner ersten Verurteilung. Auch Bill Clinton findet man im Zusammenhang mit Epsteins Netzwerken, etwa in den jüngst freigegebenen Dokumenten. Hillary Clinton jedoch wehrt ab: Ihr Mann sei dem Multimillionär nicht nahe gewesen; sie berichtet davon, dass Bill Clinton lediglich einige Male an Bord von Epsteins Flugzeug gereist sei, angeblich im Zuge gemeinnütziger Aktionen – und das auch schon lange vor der Gerichtsverhandlung gegen Epstein. Nebenbei findet Clinton auch deutliche Worte zur US-Ukraine-Politik unter Trump. Die Unterstützung für das osteuropäische Land sei unzureichend gewesen, kritisiert sie. Wäre die Ukraine besser mit Raketen und Luftabwehr ausgestattet, wäre ihre Lage heute vermutlich eine andere.
Hillary Clinton erhebt starke Vorwürfe gegen Donald Trump und dessen Administration, vor allem im Zusammenhang mit der mangelnden Transparenz bezüglich des Epstein-Falles. Sie fordert, wie bereits mehrfach zuvor, volle Einsicht in alle Akten und betont, dass es der Regierung mehr um Eigenschutz als um Aufklärung gehe, auch wenn ein entsprechendes Gesetz vorsieht, die Dokumente offenzulegen – was in der Praxis aber behindert werde. Während Clinton wiederholt die Distanz ihres Mannes zu Epstein betont, bringen neue Akten doch immer wieder bekannte Namen ins Spiel. Was die US-Außenpolitik betrifft, wirft sie Trump Versagen vor, insbesondere bezüglich der militärischen Hilfe für die Ukraine. Aktuelle Recherchen aus seriösen Medien bestätigen, dass rund um den Epstein-Fall nach wie vor viele Fragen offenstehen – etwa wie tiefe Verbindungen zwischen Politik und Epstein tatsächlich gingen, welche Rolle Bill Clinton dabei spielte und warum Aufklärung so schleppend erfolgt. Inzwischen diskutieren Beobachter auch über den noch immer andauernden politischen Riss in den USA, der durch die Affäre erneut verschärft wird.