Tatort-Game Nummer Drei: Miträtseln im digitalen Mordfall

Noch ein Fall für Hobbydetektive: Das neue, dritte Tatort-Chatspiel des SWR lässt die Spieler:innen nicht nur an der Seite der bekannten Kommissarinnen Lena Odenthal und Johanna Stern ermitteln, sondern stellt sie auch vor die Wahl, selbstständig auf Spurensuche zu gehen. Bei "Sashimi spezial" erwarten Fans knifflige Fälle und viel Interaktion – ab 1. März geht's los.

heute 16:15 Uhr | 4 mal gelesen

Mit einem nervenaufreibenden Appell wirft das nagelneue Tatort-Game die Mitspieler:innen direkt ins Geschehen: Ein unbekannter Absender sendet ein Video, das eine gefesselte Geisel zeigt. Wer in den Fall eintaucht, muss schnell handeln, um den Entführten zu retten. Rätsel hier, Verdächtige da – die Community entscheidet selbst, ob sie auf die Unterstützung von Lena Odenthal oder Johanna Stern setzen möchte oder lieber ganz auf eigene Faust recherchiert. Jede Wahl hat Konsequenzen. Den einen führt sie direkt ins Team, die andere auf einen einsamen Ermittlungsweg, bei dem die Story eine eigene Wendung nimmt. Das Format bleibt: Chatten, Rätsel lösen, Spuren interpretieren – diesmal aber mit der Extrabrise Risiko und Entscheidungsfreiheit. Dass der Fall nicht im Sande von Ludwigshafen verläuft, sondern das Tatort-Universum einbezieht, sorgt für abwechslungsreiche Kommunikation mit Ermittler:innen aus anderen Regionen. Die Brücke zum aktuellen TV-Krimi "Tatort - Sashimi spezial" ist da, aber auch ohne Vorkenntnisse rollt die Story im Spiel cool ihren eigenen Teppich aus. Technisch setzt das Game wieder auf einen KI-gestützten Chatbot für Unterhaltung und Ermittlungsfluss – mobil, barrierearm und kostenlos spielbar. Neu: Es gibt zwei Wege, die Geschichte zu erleben, beide mit eigenen Rätseln und Twists. Pro Spielrunde sind etwa zwei Stunden einzuplanen. Das Team rund um das SWR X Lab, die Tatort-Redaktion und verschiedene Produktionsfirmen bringt nicht nur frischen Wind ins Format, sondern sorgt auch für bekannte TV-Gesichter mit Filmsequenzen.

Die dritte Staffel des SWR-Tatort-Games erlaubt Fans und Neueinsteiger:innen, tief in einen verzwickten Fall einzutauchen. Besonderheit: Der Verlauf der Geschichte hängt davon ab, ob und wann man die berühmten SWR-Kommissarinnen zu Rate zieht – das sorgt für eine neue Stufe an Interaktivität und mehrere parallele Storylines. Neben verbesserter KI-Chatbot-Moderation fördert das browserbasierte Spiel barrierefreies, flexibles Mitspielen auf unterschiedlichen Geräten, kostenlos versteht sich. Während thematisch weiterhin klassische Tatort-Atmosphäre aufkommt, zeichnet sich der Trend ab, kriminalistische Spielformate stärker in Richtung Narrative Games und hybriden Seriencontent zu entwickeln – die Grenze zwischen Fernsehen und Gaming verwischt zunehmend, was laut jüngsten Entwicklungen in der deutschen Medienlandschaft, etwa durch das WDR-„Tatort“-Experiment im Metaverse oder neue Podcasts und Webserien, von Publikumsseite neugierig aufgenommen wird. Zudem zeigen Innovationen wie personalisierte Chatbots und algorithmisch generierte Story-Äste, dass SWR und ARD daran arbeiten, jüngere Zielgruppen handlungsaktiv ins „Krimiuniversum“ zu holen.

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