Stephan Brandner, AfD, fordert angesichts einer beabsichtigten Steigerung des Rundfunkbeitrags die komplette Abschaffung des öffentlich-rechtlichen 'Zwangsbeitrags'. Dass sich ARD, ZDF und Deutschlandradio im aktuellen KEF-Bericht mit höheren Kosten konfrontiert sehen und diese an die Beitragszahlenden weitergeben wollen, stößt nicht nur bei Teilen der Opposition, sondern auch zunehmend bei Bürgerinnen und Bürgern auf Kritik – gerade nach mehreren Skandalen um Führungsetagen und Ausgaben. Tatsächlich entflammte jüngst auch in anderen Parteien der Wunsch nach mehr Transparenz, weniger Gebührenverschwendung und einer starken Neuausrichtung des öffentlich-rechtlichen Systems. Mittlerweile fordern auch manche Sachverständige und Bürgerinitiativen eine offene Debatte über die Sinnhaftigkeit der Finanzierung und Auftragserfüllung von ARD, ZDF und Co., zumal Umfragen eine sinkende Akzeptanz des jetzigen Modells zeigen. Einige Stimmen schlagen vor, sich stärker auf Kernaufgaben der Grundversorgung zu fokussieren und digitale, schlankere Strukturen anzustreben. Laut Recherchen der Süddeutschen Zeitung wird in manchen Bundesländern bereits über Alternativen wie ein beitragsfinanziertes Basisangebot oder eine stärkere Individualisierung diskutiert. Die Diskussion dürfte sich nach aktuellen Beobachtungen auch auf europäischer Ebene verschärfen, da etwa in Frankreich und Großbritannien ähnliche Modelle unter Druck geraten oder sogar abgeschafft werden. (Stand: 21.06.2024)