US-Aktienmärkte mit Gewinnen – Hoffnung auf Deeskalation im Nahen Osten treibt Kurse

Anleger in den USA schauten am Freitag optimistisch in die Zukunft: Die Aussicht auf eine Entspannung zwischen USA und Iran ließ die Aktienindizes steigen.

vor 48 Minuten | 3 mal gelesen

Freitagabend, kurz vor Handelsschluss in New York: Der Dow Jones schraubte sich auf beachtliche 50.580 Punkte und knackte damit erneut ein Rekordhoch – 0,6 Prozent stärker als am Donnerstag. Auch S&P 500 und Nasdaq 100 legten jeweils 0,4 Prozent zu und setzten ihre Erfolgsserien fort. Was steckt dahinter? Die Hoffnung auf ein Abkommen im schwelenden Konflikt am Golf, die die Fantasie der Börsianer beflügelt. Der S&P notiert inzwischen die achte Woche in Folge im Plus – das ist schon eine Weile her, dass so etwas passierte. Aber nicht alles glänzt. Die Renditen für US-Staatsanleihen mit zwei Jahren Laufzeit schnellten nach oben, nachdem Gerüchte kursierten, die US-Notenbank Fed könnte vorerst den Fuß vom Zinserhöhungspedal nehmen. Viele Markteilnehmer hatten allerdings schon fest damit gerechnet, dass 2024 noch mindestens ein Zinsschritt kommt. Selbst eine kleine Änderung an dieser Erwartung kann die Kurse ordentlich wirbeln lassen. Währenddessen geht es beim Öl weiter aufwärts: Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich am Abend um 1,1 Prozent auf 103,70 Dollar pro Fass. Gold dagegen kam unter Druck, der Preis für eine Feinunze sank auf 4.506 Dollar (minus 0,9 Prozent). Auch der Euro schwächte sich ab und wurde für 1,1605 Dollar gehandelt – das Wechselkursthema bleibt also weiterhin volatil.

Die US-Börsen konnten sich dank der Erwartung einer diplomatischen Annäherung zwischen USA und Iran deutliche Gewinne sichern. Die Aktienmärkte zeigen sich angesichts der Hoffnung auf Entspannung widerstandsfähig, obwohl steigende Anleiherenditen und ein anziehender Ölpreis für Unsicherheit sorgen. Analysten betonen, dass mögliche Veränderungen in der Zinspolitik der Fed ein zentrales Thema bleiben – die aktuellen Entwicklungen könnten kurzfristige Kursschwankungen auslösen. Laut aktuellen Medien ist die Dynamik rund um den Iran nach wie vor fragil und mittelfristig davon abhängig, ob wirklich greifbare Fortschritte in Verhandlungen erzielt werden. Neue Artikel berichten zudem über die Reaktion internationaler Märkte auf ein mögliches Annähern der Kontrahenten und beobachten die Auswirkungen auf Öl- und Rohstoffpreise. Beobachter warnen allerdings, dass die geopolitische Unsicherheit rasch wieder zunehmen könnte, sollten Verhandlungen scheitern oder weitere Konfliktpunkte entstehen.

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