Trump setzt auf Exportoffensive für US-Öl und Gas

Mit viel Pathos wirbt Donald Trump jüngst wieder für amerikanische Energie – und setzt dabei auf Superlative.

heute 14:04 Uhr | 3 mal gelesen

Es liest sich beinahe wie eine Lobeshymne auf das schwarze Gold: Donald Trump verkündet auf Truth Social, dass zahlreiche gigantische Öltanker – einige angeblich sogar unter den größten weltweit – unterwegs in die USA seien, um sich mit dem aus seiner Sicht besten, ‚hochwertigsten‘ Öl und Gas einzudecken. Trump setzt noch einen drauf: ‚Wir verfügen über größere Reserven als die nächstgrößten Förderstaaten zusammen – und unser Öl übertrifft sie auch noch qualitativ.‘ Die Message ist mehr als nur Eigenlob: Er wolle schnelle, unkomplizierte Exporte ermöglichen, betont Trump. Warum eigentlich diese Werbetrommel? Die Hintergründe bleiben unklar. Fakt ist, Trump inszeniert das Land regelmäßig als Energie-Supermacht – wohl auch, um die Weltmärkte zu beruhigen und amerikanische Ressourcen attraktiver zu machen. Ein Balanceakt bleibt: Niedrige Energiepreise helfen, die Inflation in den USA zu dämpfen – doch steigen die Preise, klingelt es bei den amerikanischen Ölkonzernen in der Kasse. Kurioserweise sind die Preise zuletzt nach einigen politischen Entspannungen eingebrochen, was die Strategie und Taktik am Markt nicht unbedingt leichter macht.

Donald Trump bringt erneut eine, sagen wir mal, unverwechselbare Werbekampagne für amerikanisches Öl und Gas auf den Weg. Seine wortgewaltigen Ankündigungen zielen darauf ab, die USA als weltweiten Platzhirsch auf den Energiemärkten zu positionieren – teilweise mit zugespitzten Superlativen. Hintergrund: Trump jongliert mit widersprüchlichen Interessen – zwischen Wunsch nach billiger Energie im Inland und dem Profit der heimischen Energieindustrie. Interessanterweise decken aktuelle Marktanalysen, etwa von der Financial Times oder der Süddeutschen Zeitung, auf, dass trotz Trumps Rhetorik die Einbruchphase der Ölpreise derzeit global für Friktionen sorgt und die US-Strategie auf wackligem Fundament steht. Hinzu kommt: Gerade im Kontext der US-Wahl und der wachsenden Bedeutung von Klimaschutzthemen bietet Trumps Kurs ordentlich Zündstoff in der politischen Debatte und polarisiert nicht nur im eigenen Land.

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