JU-Chef Winkel stellt sich demonstrativ hinter Reiche

Mit klaren Worten stützt Johannes Winkel, der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche im aktuellen Koalitionsgezerre. Insbesondere gegenüber Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und dem zurückhaltenden Kanzler Merz bezieht Winkel scharf Position.

heute 13:53 Uhr | 1 mal gelesen

Johannes Winkel macht kein Hehl daraus: Für ihn ist Katherina Reiche das Rückgrat der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesregierung. "Sie verdient uneingeschränkte Rückendeckung", betont er im Gespräch mit der "Bild". Besonders kritisierte er den Vorstoß von Finanzminister Lars Klingbeil hinsichtlich einer Übergewinnsteuer. Die Debatte wirke auf ihn unausgegoren – niemand wisse offenbar, wie der Unterschied zwischen 'normalen' Gewinnen und angeblich problematischen Übergewinnen genau festgelegt werden solle. Und: Winkel fragt provokant, ob dann im Umkehrschluss auch sogenannte Überverluste aus Steuergeldern aufgefangen würden. Laut Winkel laufe die Diskussion auf ein ordnungspolitisches Chaos hinaus. Vielmehr sollte sich Klingbeil die Kritik wegen der fragwürdigen Verwendung des Sondervermögens gefallen lassen – nicht dagegen Katherina Reiche.

Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, versucht, Katherina Reiche in einem zunehmend angespannten Koalitionsklima Rückendeckung zu geben, insbesondere angesichts der Kritik durch Finanzminister Klingbeil und einer eher kühlen Haltung von Kanzler Merz. Winkel hebt die Unklarheiten und Risiken einer möglichen Übergewinnsteuer hervor und stellt die Sinnhaftigkeit solcher Vorhaben grundsätzlich infrage. Nach aktuellem Stand verläuft die Auseinandersetzung im Koalitionsausschuss festgefahren – SPD und Grüne betonen weiterhin die Notwendigkeit von Maßnahmen gegen Übergewinne, während die CDU problematische wirtschaftliche Auswirkungen befürchtet; die Gespräche werden von zusätzlicher Kritik aus der Wirtschaft begleitet, die vor verunsichernden Signalen sowie einer möglichen Kapitalflucht warnt.

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