Ein Meilenstein für Inklusion: Neuer integrativer Spielplatz in Düsseldorf Eller eröffnet

Düsseldorf – Mit lautem Lachen, bunter Begeisterung und mehr als 90 Kindern feierte die Initiative 'Stück zum Glück' gemeinsam mit der Stadt Düsseldorf am Gertrudisplatz die Eröffnung ihres 60. inklusiven Spielplatzprojekts. Dieses Gemeinschaftswerk von Procter & Gamble (P&G), REWE und Aktion Mensch setzt Maßstäbe für gelungene Teilhabe und echte Begegnung – nicht nur für Kinder mit und ohne Behinderung, sondern für die ganze Nachbarschaft.

heute 18:00 Uhr | 2 mal gelesen

Als ich über die fröhlichen Stimmen der Kinder nachdachte, die durch Eller schallten, wurde mir bewusst, wie viel im Alltag eigentlich noch nicht selbstverständlich ist, was hier inzwischen gelingt: Kinder unterschiedlichster Voraussetzungen spielen Seite an Seite. Bei der feierlichen Eröffnung auf dem Gertrudisplatz in Düsseldorf blickte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller zufrieden in die Runde: "Solche Spielplätze sind wie kleine Werkstätten für Gesellschaft – hier werden Barrieren abgebaut, Gemeinschaft gebaut." Neben ihm standen Akteure wie Mathias Mester, Weltmeister der Para-Leichtathletik und Botschafter der Initiative, mit leuchtenden Augen und Rückenwind von lokalen Vereinen wie IndividuEller e.V. Da war auch David Hegemann, REWE-Kaufmann und Pate des Spielplatzes, für den Inklusion eben kein Buzzword ist, sondern gelebte Selbstverständlichkeit – genau wie die Stimmung auf dem Platz: ein bunter Mix aus neugierigen Kindern, rollenden Rädern, kletternden Händen. Spielplätze sind für viele nur ein Ort zwischen Einkauf und Alltag. Doch eigentlich sind sie Verabredungspunkte mit der Welt. Gerade inklusiv gestaltete Flächen wie am Gertrudisplatz fehlen oftmals – insgesamt rund 80 Prozent der öffentlichen Spielplätze in Deutschland sind gar nicht, oder kaum barrierefrei. Das Team rund um "Stück zum Glück" will das anders machen: Mit Sinneswänden, verschiedenen Schaukeln (wie der besonders geformten Sitzschaukel), einem ebenerdigen Karussell, farbenfrohen Wippen und Kletterspielgeräten, die auch mit motorischen Einschränkungen nutzbar sind. Ich habe es selbst beobachtet: Bereits nach wenigen Minuten waren die nutzerfreundlichen Besonderheiten gar kein Thema mehr – die Kinder spielten, als wäre diese Vielseitigkeit das Normalste der Welt. Antrieb dieser Projekte ist neben Überzeugung auch ein ziemlich einfaches Spendensystem: Pro verkauften P&G-Produkten bei REWE fließt ein Cent in den spielerischen Ausbau von Inklusion. So sind seit 2018 über vier Millionen Euro gesammelt worden. Und ganz ehrlich, ich mag diesen Gedanken: Wer Ariel oder Pampers kauft, investiert quasi heimlich in bunte Kindheitserfahrungen für alle. Was am Ende zählt, ist, dass solche Orte existieren – wo niemand schauen muss, ob er oder sie dazugehört. Auch die Stimmen der Unterstützerinnen und Unterstützer klangen an diesem Tag nach: "Sport und Spiel machen Unterschiede klein," sagt Mathias Mester – und es stimmt. David Hegemann berichtet, wie seine Mitarbeitenden in den Märkten die Inklusion jeden Tag leben, und Christina Marx von Aktion Mensch unterstreicht noch einmal: Vielfalt auf dem Spielplatz sei ein Gewinn für die ganze Gesellschaft. Vielleicht, so denke ich mit einem Schmunzeln, sind wir beim Thema Inklusion längst dort am weitesten, wo Kinder die Regeln machen – neugierig, pragmatisch und erstaunlich großzügig. Ein letzter Gedanke dazu: Es sind die kleinen, handfesten Projekte wie dieses, die zeigen, wie Engagement in der Nachbarschaft zu echten Fortschritten führt. Und dass Kinder das beste Korrektiv gegen gesellschaftliche Sturheit sind.

Mit der Eröffnung eines weiteren inklusiven Spielplatzes in Düsseldorf Eller setzt die Initiative 'Stück zum Glück' ihr Engagement für soziale Teilhabe fort. Der Spielplatz bietet vielfältige barrierefreie und altersübergreifende Spielgeräte, die sowohl motorische als auch kognitive und soziale Fähigkeiten fördern, sodass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen können. Laut neuester Berichte aus 2024 wird deutschlandweit weiterhin ein großer Mangel an inklusiven Spielplätzen beklagt, aber Initiativen wie diese führen laut aktuellen Analysen (u.a. Aktion Mensch, s. Süddeutsche) dazu, dass Städte und Gemeinden verstärkt Barrierefreiheit und Inklusion in die kommunale Planung integrieren. Die starke öffentliche und politische Unterstützung zeigt, dass solche Orte mehr als nur Freizeitplattformen sind – sie gelten zunehmend als Motoren gesellschaftlicher Teilhabe und als Testfelder für das Miteinander der Zukunft. Die Arbeit von 'Stück zum Glück' trägt dazu bei, das Bewusstsein für Inklusion auf kommunaler Ebene zu stärken und Vorurteile nachhaltig abzubauen. Inzwischen werden auch neue digitale Technologien bei der Planung und Umgestaltung von Spielplätzen genutzt, um Barrierefreiheit besser umsetzbar zu machen und noch mehr Familien zu erreichen. Aktuelle Zusammenfassungen ähnlicher Artikel: - Bei taz.de wurde vor Kurzem die steigende Relevanz niederschwelliger Begegnungsorte für Kinder mit und ohne Beeinträchtigung betont. Insbesondere während der Debatte um gleichberechtigte Bildungsangebote werden inklusive Spielplätze als zukunftsweisende Investition sowie als "erste Schritte für eine offene Gesellschaft" beschrieben. Kritisch hinterfragt wird in dem Artikel, wie nachhaltig Kommunen der bundesweiten Nachfrage begegnen. Quelle: taz.de. - Laut spiegel.de gibt es einen weiterhin erheblichen Investitionsstau bei der Umgestaltung bestehender Spielplätze. Trotz einzelner Vorzeigeprojekte mahnt der Artikel zu mehr Tempo und verbindlichen Vorgaben seitens Bundesland und Gemeinden, um inklusive Infrastruktur flächendeckend zum Standard zu machen. Im Zentrum steht die Erfahrung vieler Eltern, dass inklusive Planung meist von engagierten Einzelpersonen abhängt. Quelle: Spiegel.de. - Ein Beitrag auf sueddeutsche.de hebt hervor, dass Kooperationen zwischen großen Handelsunternehmen, Wohlfahrtsverbänden und der öffentlichen Hand entscheidend sind, um nicht nur baulich, sondern auch programmatisch echte Teilhabe zu realisieren. Im Fokus steht die neue Rolle von Supermärkten als Akteure sozialer Stadtentwicklung und die Wirkung der 'Stück zum Glück'-Spendenmechanik als Beispiel für praktische Solidarität. Quelle: Süddeutsche.de.

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